Herbstzeit ist Rosenkohl-Zeit. Dieses Rezept schmeckt auch Rosenkohl-Muffeln. Imago/robertkalb photographien

Rosenkohl ist wahrlich nicht das beliebteste Gemüse der Welt. Viele Menschen würden die kleinen Kohlknospen wohl sogar nennen, wenn sie nach ihrem absoluten Hassgericht gefragt werden. Und auch absolute Rosenkohl-Liebhaber müssen zugeben: besonders appetitlich riecht er während der Zubereitung nicht. Doch der Geschmack entschädigt dann doch für vieles. Meist kommt er als Beilage zu Fleisch und Kartoffeln daher, doch mit Rosenkohl lässt sich viel mehr machen: eine Anregung.

Darum wird Rosenkohl auch Brüsseler Kohl genannt

Rosenkohl ist eines der Nahrungsmittel, das im deutschsprachigen Raum verschiedenste Namen hat. So wird der Rosenkohl auch als Kohlsprossen, Sprossenkohl, Brüsseler Kohl, Brabanter Kohl und Rosenwirsing bezeichnet. Die Pflanze ist eine sogenannte zweijährige Pflanze. Im ersten Jahr bildet sich ein Strunk aus, an dem sich die Röschen, die gegessen werden, herausbilden. Im zweiten Jahr würden die Röschen – wären sie nicht schon abgeerntet, anfangen gelblich zu blühen. 

Erste Belege für den Anbau von Rosenkohl finden sich in Europa bereits im 16. Jahrhundert in den damaligen spanischen Niederlanden, dem heutigen Belgien. Nachweislich gezüchtet wurde der Rosenkohl allerdings erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts – ebenfalls in Belgien. Auch daher kommt der Name Brüsseler Kohl, der sich auch in anderen Sprachen wiederfindet. So heißt der Rosenkohl in England „Brussels sprouts“, zu Deutsch Brüsseler Sprossen.

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Rosenkohl wächst an einem Strunk. Imago/Imagebroker

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Doch wie auch immer sie heißen und wo sie herkommen, wichtig ist, dass der Rosenkohl schmackhaft zubereitet wird, jetzt da er überall in den Supermärkten liegt. Und besonders schmackhaft kommt er in diesem Gericht rüber: Saftiger Blumenkohl mit Kartoffelkruste. Eine Empfehlung auch für Rosenkohl-Muffel!

Die Zutaten für Rosenkohl mit Kartoffelkruste (reicht für 2-3 Personen)

  • 700g Rosenkohl
  • 1 Zwiebel
  • 600g Kartoffeln
  • 200ml Gemüsebrühe (oder 200ml Wasser mit 1 EL Instant-Brühe)
  • 75ml Schlagsahne (oder einen veganen Sahne-Ersatz)
  • Salz, Pfeffer, Muskat, Olivenöl
  • Eine Auflaufform

Und so wird der Rosenkohl mit Kartoffel-Kruste perfekt

Als erstes müssen Sie den Rosenkohl putzen und waschen. Dazu schneiden sie den Strunk ab, entfernen die äußeren, dunklen Blätter und scheiden den Strunk in Kreuzform ein. Danach spülen sie die geputzten Röschen einmal ab. Die Zwiebel schneiden sie dann in kleine Würfel.

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In einem Topf können Sie dann die Zwiebeln in ein wenig Öl anbraten und auch den Rosenkohl zum Andünsten mit dazunehmen. Nach ein paar Minuten löschen Sie das ganze mit der Gemüsebrühe ab und lassen das ganze 10 Minuten auf kleiner Flamme köcheln. Nun können Sie auch schon einmal den Ofen auf 200 Grad vorheizen (Umluft 180 Grad).

Währenddessen schälen Sie die Kartoffeln, legen sie danach in eine Schale mit kaltem Wasser und raspeln sie danach grob. 

Wenn der Rosenkohl fertiggegart ist, kommt er samt der Brühe in eine Auflaufform, dann können Sie die geraspelten Kartoffeln gleichmäßig darüber verteilen. Bevor das ganze in den Ofen kommt, mischen Sie noch die Sahne (oder die vegane Alternative) mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss (ein absolutes Muss bei Rosenkohl) und gießen die Flüssigkeit über gleichmäßige über die Kartoffeln und den Kohl.

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Dann kommt das Ganze in den Ofen, wo es 40 Minuten backen muss. Wenn die Kartoffelkruste bräunlich eingefärbt ist, ist das Gericht fertig!

Guten Appetit und hauen Sie ruhig ordentlich rein. Für ein echtes Herbstessen, ist es ziemlich leicht!