Der Rhabarber-Strudel ist ein Hochgenuss. IMAGO/Shotshop

Die Rhabarber-Saison ist eröffnet. So viele lieben das köstliche Gemüse, das allerdings ein bisschen Süße braucht, damit es richtig lecker ist. Wobei – stimmt Gemüse überhaupt? Botanisch eindeutig ja (Wir ersparen Ihnen die komplexe Begründung, die Sie aber zum Beispiel hier nachlesen können). Demnach ist Rhabarber kein Obst.

Nun urteilte im Jahr 1947 aber ein Gericht in New York ganz anders. In dem Verfahren ging es um die Frage, ob Rhabarber steuerlich dem Gemüse oder dem Obst zugeordnet werden soll. Die Richter kamen tatsächlich zu dem Schluss, dass es sich beim Rhabarber um eine Frucht, also um Obst handelt. Verwirrend.

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Aber am Ende zählt ja vor allen Dingen eins: Dass der Rhabarber lecker ist! Zum Beispiel in unserem Rezept für einen köstlichen Strudel. Das sollten Sie mal ausprobieren...

Das brauchen Sie

4 Blatt Strudelteig (gibt es fertig im Kühlregal), 150 Gramm Butter, 1 Esslöffel Puderzucker

Für die Füllung

1 Kilo Rhabarber, 125 Gramm Zucker, 60 Gramm Paniermehl, 80 Gramm gemahlene Mandeln, 1 Päckchen Vanillinzucker, 90 Gramm Puderzucker 1 Teelöffel Bio-Zitronenabrieb, 1 Prise Zimt, 2 Esslöffel Zitronensaft

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So wird es gemacht

Putzen und waschen Sie zunächst den Rhabarber. Dann schneiden Sie ihn in ca. 10 Zentimeter lange Stücke, die Sie in eine Schüssel geben. Zitronensaft und Zucker hinzufügen und alles gut vermengen. Anschließend lassen Sie die Rhabarber-Mischung für etwa eine  Stunde bei Raumtemperatur durchziehen.

Derweil geben Sie das Paniermehl ohne Zugabe von Fett in eine beschichtete Pfanne und lassen es darin kurz anrösten. Anschließend nehmen Sie es vom Herd und  lassen es etwas abkühlen. Geben Sie Puderzucker, Vanillezucker, Mandeln, Zimt und Zitronenabrieb  dazu. Alles gut verrühren.

Heizen Sie den Backofen auf 200 Grad (Ober-/Unterhitze) vor.

Legen Sie ein Backblech mit Backpapier aus. Dann befeuchten Sie ein Küchenhandtuch leicht und breiten die Strudelblätter darauf aus. Dabei lassen Sie die Teigränder leicht überlappen.

Lassen Sie die Butter bei geringer Hitze schmelzen und anschließend kurz abkühlen. Dann bestreichen Sie den Strudelteig großzügig damit. Lassen Sie etwa ein Viertel der Butter übrig.

Geben Sie jetzt die Paniermehl-Mischung gleichmäßig auf den Teig. Nun kommen die Rhabarberstücke dicht nebeneinander an den Rand der Längsseite. Anschließend rollen Sie den Teig mit Hilfe des Küchentuchs zu einem Strudel auf. Dabei das Küchentuch beim Aufrollen des Strudels immer wieder nachfassen. So wird der Strudel schön kompakt.

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Anschließend legen Sie den Strudel mit der Naht nach unten auf das Backblech. Dabei klappen Sie die Enden nach unten ein.

Den Strudel jetzt unbedingt noch einmal mit der restlichen flüssigen Butter bestreichen. So wird er schön knusprig.

Den Strudel jetzt im vorgeheizten Backofen auf mittlerer Schiene etwa 30 Minuten backen. Ist er dann goldbraun, nehmen Sie ihn heraus, lassen ihn abkühlen und streuen vor dem Servieren etwas Puderzucker darüber.

Guten Appetit!

Den Rhabarber-Strudel vor dem Servieren noch mit Puderzucker bestreuen. IMAGO/Panthermedia

Noch drei Tipps zum Rezept

1. Nutzen Sie am besten junge Stangen vom roten Rhabarber. Der feine, süß-säuerliche Geschmack und die tolle Farbe sind perfekt für die Strudel-Füllung. Die Enden der Stangen immer großzügig mit einem scharfen Messer abschneiden. Auch harte Fasern in einem Arbeitsgang mit abziehen.

2. Eine tolle Variante bieten Amarettini, die Sie statt des Paniermehls für die Füllung zerbröseln können. Die Mini-Kekse dafür in einen Gefrierbeutel geben und z.B. mit einem Nudelholz ein paar Mal darüberrollen.

3. Perfekt zum Rhabarber-Strudel passt eine Vanillesauce. Auch eine Kugel Vanille-Eis harmoniert super mit dem Strudel.