Sächsischer Speckfettkuchen ist ein traditionelles Gebäck aus Omas Backbuch. Das Rezept ist etwas aufwändiger, aber die Arbeit lohnt sich! imago/McPhoto

Es gibt Rezepte, die eher seltsame Namen haben, die nicht einmal wirklich appetitlich klingen. Das „Affenfett“ gehört dazu, aber auch der „Mooskuchen“. Aber: Haben Sie schon einmal etwas vom „Speckfettkuchen“ gehört? Der sächsische Blechkuchen ist eine köstliche Spezialität, die der ganzen Familie schmeckt – und die ganz ohne Speck auskommt, versprochen! In Wirklichkeit ist der „Speckfettkuchen“ nämlich eine zuckrige Leckerei mit Hefe-Boden und Nüssen – hier kommt das geniale Rezept.

Lesen Sie auch: Omas Käsekuchen ohne Boden – ein Rezept mit Tradition und ganz viel Liebe >>

Rezept aus der DDR: Das brauchen Sie für sächsischen Speckfettkuchen

Der Kuchen bekommt seinen Namen übrigens durch die Textur: Die glänzende Kruste, die obenauf liegt, verleiht dem Blechkuchen eine speckige Optik. Für den Boden kann jeder Hefeteig verwendet werden.

Lesen Sie auch: Omas Schokoladenkuchen – diese Geheimzutat macht ihn so besonders saftig! >>

Das Grundrezept:  500 Gramm Mehl in eine große Rührschüssel geben und eine Mulde hineindrücken, 250 Milliliter Milch lauwarm erwärmen und in die Mulde gießen. Hefe hineingeben. Dann 80 Gramm Butter, 80 Gramm Zucker, ein Ei und eine Prise Salz zugeben und alles zu einem Hefeteig verkneten. Doch das entscheidende beim Speckfettkuchen ist der leckere Belag. Hier kommt das Rezept

Lesen Sie dazu auch: Rezept aus der DDR: Kennen Sie noch „Paradieskuchen“? Dieser schnelle Blechkuchen mit Götterspeise macht riesigen Spaß! >>

Sie brauchen: 750 Gramm Quark, 100 Gramm Zucker, 3 Eier, 1 Tasse Öl, 1 Päckchen Vanillezucker, 2 Gläser Stachelbeeren, 500 Milliliter Milch, 1,5 Päckchen Puddingpulver Vanille, 250 Gramm Butter, 250 Gramm gehackte Mandeln oder Nüsse, 300 Gramm Kokosfett, 300 Gramm Puderzucker, 1 Ei, 1 Schuss Rum

Und so geht’s: Ofen auf 100 Grad Umluft vorheizen. Hefeteig zubereiten, ausrollen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Quark, Zucker, 3 Eier, Öl und Vanillezucker in einer großen Rührschüssel gut miteinander verrühren. Stachelbeeren abtropfen lassen. Quark-Masse auf dem Boden verteilen und dann die Stachelbeeren gleichmäßig auf den Quark geben. Blech in den Ofen geben und für etwa 40 Minuten backen. Abkühlen lassen.

Leckerer Speckfettkuchen: So einfach geht das Rezept aus der DDR

Das Puddingpulver mit etwas Milch glattrühren. Die Übrige Milch zum Kochen bringen und die Pudding-Masse zugeben. Einmal aufkochen lassen, bis ein Pudding entstanden ist. Dann abkühlen lassen. In der gleichen Zeit die Butter aus dem Kühlschrank nehmen – sowohl Pudding, als auch Butter sollten Zimmertemperatur haben. Dann nach und nach die Butter in den Pudding einrühren und die fertige Buttercreme auf den Kuchen streichen. Der Kuchen sollte jetzt, am besten über Nacht, gut durchkühlen.

Jetzt auch lesen: Blitz-Gericht für alle, die es deftig mögen: Kennen Sie Kohlrouladen für Faule? Dieses Rezept ist einfach genial... >>

Am nächsten Tag die gehackten Mandeln in einer Pfanne goldbraun anrösten. Danach das Kokosfett zerlassen, den Puderzucker einrühren und die Mandeln zugeben. Zu guter Letzt das Ei und den Rum verrühren und diese Masse in die Mandelmasse geben. Guss auf dem Kuchen verteilen. Kuchen im Kühlschrank nochmals zwei Stunden durchkühlen lassen, in Stücke schneiden und servieren. Guten Appetit!