Die spanische Nudelpfanne Fideuà ist ein Klassiker. imago

Die Temperaturen steigen, der Urlaub naht, ein Hauch Spanien liegt in der Luft: Zeit, einen iberischen Klassiker aufzutischen. Paella kennen Sie sicherlich von einer Spanien-Reise. Wenn Ihnen der Geschmack von Meeresfrüchten behagt, werden Sie die Nudel-Variante vielleicht noch mehr mögen. Gemeinsam haben Paella und Fideuà in erster Linie, dass sie in der Pfanne zubereitet werden. Traditionell werden beide Gerichte mit Meeresfrüchten zubereitet, Paella-Varianten gibt es viele, etwa auch vegetarische.

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Die Fideuà stammt ursprünglich aus Gandia bei Valencia. Dem Hörensagen nach soll Fischern bei der Zubereitung einer Paella der Reis ausgegangen sein. Diese hätten sie dann durch Nudeln ersetzt. An dieser Geschichte stimmt Eines gewiss: Die Fideuà ist ein Fischer-Gericht, basiert auf Meeresfrüchten und Nudeln, aber es braucht noch mehr, um ihren unwiderstehlichen Geschmack zu erreichen. Es gibt Rezepte, die sich an die Paella anlehnen. Dieses Rezept unterscheidet sich jedoch deutlich von der Reispfanne, die ihren ganz eigenen Reiz hat.

Die typische Paella-Pfanne ist für die Fideuà verzichtbar, doch Sie benötigen unbedingt Fischbrühe

Sie kennen sicherlich die typische Paella-Pfanne, in der sowohl Fideuà als auch Paella am Tisch serviert werden. So eine Pfanne können Sie im Fachhandel, online oder im Spanien-Urlaub kaufen. Sie ist aber nicht wirklich notwendig für die Zubereitung: Eine herkömmliche, möglichst gusseiserne Pfanne tut's auch. Die Zutaten bekommen Sie überwiegend im Supermarkt – bis auf eine, die in Deutschland leider selten erhältlich ist: Fischbrühe. In Berlin finden Sie jedoch gut sortierte Geschäfte wie Mitte Meer oder Super Iberico, wo Sie entweder fertig zubereitete Fischbrühe, Fischfond oder Brühwürfel zu bezahlbaren Preisen erhalten. Tipp für den nächsten Spanien-Urlaub: Kaufen Sie Caldo de Pescado – gibt es dort auch in jedem Discounter.

Frische Meeresfrüchte in Berlin oder Brandenburg zu kaufen, ist oft frustrierend: Miesmuscheln und Shrimps gibt es saisonal in guter Qualität, aber häufig abgepackt in größeren Mengen. Tiefgekühlte Meeresfrüchte sind geschmacklich nahezu gleichwertig, wenn sie richtig zubereitet werden.

Einkaufsliste: Das brauchen Sie für eine Fideuà (4 Personen)

  • 1 Stangensellerie
  • 350 Gramm gemischte Meeresfrüchte (frisch oder tiefgekühlt)
  • 400 Gramm Fadennudeln
  • 500 ml Fischfond
  • 1-2 Spitzpaprika
  • 100 Gramm Erben (kann auch tiefgekühlt sein)
  • 1/2 Teelöffel Estragon
  • 1 Messerspitze Safran
  • Olivenöl
  • Salz, Pfeffer und Knoblauch zum Abschmecken
  • 1 Zitrone zum Kochen, Zitronenscheiben zum Servieren
  • Frische Blattpetersilie und/oder Koriander zum Dekorieren
  • Aioli: Die Knoblauchcreme wird zum Essen serviert

Zubereitung: So kochen Sie die Fideuà

Schälen Sie etwa fünf Selleriestangen und zerteilen sie in zentimetergroße Stückchen. Kochen Sie diese in dem Fischfond auf.

Erhitzen Sie die Pfanne mit etwas Olivenöl, geben sie die Fadennudeln zu. Die Nudeln sollen goldbraun anbraten, aber nicht anbrennen lassen! Lagern Sie die Nudeln in einer Schüssel, nun kommt die gereinigte und zerteilte Spitzpaprika in die Pfanne, ebenfalls leicht anbraten. Ohne weiteres Öl zuzugeben, kommen jetzt die Meeresfrüchte in die Pfanne. Frische Meeresfrüchte sollten Sie selbstverständlich zuvor waschen. Bei tiefgekühlten Meeresfrüchten das Tauwasser bitte nicht wegschütten: In diesem ist der Meeresfrüchte-Geschmack gebunden.

Zerreiben Sie die Safran-Fäden (das edle Gewürz gibt es als Portionsbeutelchen auch gemahlen). Geben Sie die Gewürze zu, kochen Sie die Meeresfrüchte mit dem Saft einer Zitrone auf. Jetzt kommen die Fadennudeln und die Paprika sowie die Erbsen hinzu. Immer wieder durchrühren, sodass die Nudelpfanne leicht anbrät, aber nicht anbrennt.

Nun kommt die durchgekochte Sellerie hinzu. Gießen Sie nach und nach den Fischfond hinzu. Lassen Sie diesen bei niedriger Flamme nach und nach einziehen. Die gesamte Zubereitung dauert etwa 35 Minuten.

So servieren Sie die fertige Fideuà

Mit einer echten Paella-Pfanne schinden Sie auf dem Tisch Eindruck, ansonsten servieren Sie die Portionen besser einzeln auf dem Teller, streuen optional etwas Koriander oder Blattpetersilie darüber. Zu jeder Portion gehört 1/4 Zitrone oder eine halbe Limette sowie ein Schlag Aioli. Beim Essen veredeln Sie die Fideuà mit dem Saft der Zitrone und etwa Aioli. Sie werden sehen: Ihre Gäste werden in Urlaubsgefühlen schwelgen.