Für die traditionelle Bunte Katze braucht es Kartoffeln, aus denen ein Kartoffelbrei hergestellt wird, und Schweinefleisch. Fotos: Imago/Panthermedia, Imago/Westend61

In der ehemaligen DDR gab es viele eigentlich leckere Gerichte mit ziemlich ungewöhnlichen Namen – der KURIER stellte bereits die Gehacktesstippe vor, Hoppel-Poppel und den LPG-Kuchen. Aber: Kennen Sie auch noch „bunte Katze“? Dieses leckere Essen war und ist besonders in Mecklenburg-Vorpommern verbreitet. Profi-Koch Herbert Frauenberger beschreibt das Gericht auch in seinem Buch „Die besten Rezepte mit ungewöhnlichen Namen“ (BuchVerlag für die Frau, 9,95 Euro). KURIER verrät, wie „Bunte Katze“ geht.

Das köstliche DDR-Gericht besteht vor allem aus Kartoffelbrei und Fleisch

Die gute Nachricht zu Beginn: Katze kommt natürlich nicht ins Essen. „Für das beliebte Pfannengericht muss wirklich kein Stubentiger sein Leben lassen“, schreibt Frauenberger in seinem Buch. Aber: Was ist die „Bunte Katze“ dann? Ganz einfach: Eine Mischung aus leckerem Kartoffelstampf und Schweinefleisch, die im Ofen knusprig überbacken wird!

Sie benötigen dafür: 800 g geschälte mehlig kochende Kartoffeln, 120 g feine Zwiebelwürfel, 3 EL Speiseöl, 400 g nicht zu fetter Schweinekamm, Salz, Pfeffer, gemahlener Kümmel, etwas Majoran, Butter zum Fetten der Pfanne, 1 Bund Schnittlauch

Lesen Sie auch: Es muss nicht immer Kartoffel sein: DIESE Zucchini-Puffer sind der Wahnsinn! >>

Und so geht’s:

Die Kartoffeln werden gewaschen, geschält, in kleine Stücke geschnitten und im Salzwasser gekocht, bis sie gar sind. Die Zwiebeln werden geschält, in kleine Würfel geschnitten und in etwas Öl glasig gedünstet. Wenn die Kartoffeln fertig sind, müssen sie mithilfe eines Kartoffelstampfers zerquetscht werden, außerdem werden die Zwiebelwürfel untergehoben. Das fertige Püree kommt in einer feuerfeste Pfanne oder Auflaufform.

In einer separaten Schüssen wird das in kleine Würfel geschnittene Schweinefleisch mit den Gewürzen vermengt, die Würfel kommen dann auf das Kartoffelpüree. Im Vorgeheizten Ofen wird die Form dann bei etwa 180 Grad für 10 bis 12 Minuten knusprig überbacken. Beim Anrichten sorgen Schnittlauchröllchen für den richtigen Pfiff. Laut Frauenberger isst man in Mecklenburg traditionell einen Möhren- oder einen gemischten Rohkostsalat dazu. Guten Appetit!