Penne alla Norma sind eines der beliebtesten Gerichte in italienischen Restaurants. Foto: Imago/Panthermedia

Pasta-Gerichte sind längst in tausenden und abertausenden Variationen in der deutschen Küche angekommen. Wir essen sie mit Tomatensauce, Pesto, Gemüse, Öl oder Linsen. Doch irgendwie schmeckt die Pasta, egal wie sehr man sich bemüht, nie so gut, wie beim Lieblingsitaliener. Doch es gibt es echtes Geheimrezept – und das lautet Zeit. Mit dem schmecken auch die Penne alla Norma, wie wir sie sonst nur aus dem Restaurant kennen.

Das Gericht Penne alla Norma ist eines der beliebtesten Nudelgerichte italienischer Restaurants in Deutschland. Neben Nudeln bilden Auberginen, eine Tomatensauce und Hartkäse die Hauptzutaten.

Penne alla Norma: Diese Geschichten bringt das Gericht mit sich

Die Penne alla Norm sind seit dem 19. Jahrhundert bekannt und wurden nach der gleichnamigen Oper des sizilianischen Komponisten Vincenzo Bellini benannt. Zur Namensgebung gibt es zwei Legenden, die sich immer wieder erzählt werden. Laut der ersten war ein sizilianischer Koch so begeistert von Bellinis Oper, dass er eines seiner Gerichte nach ihm benannte. Laut der zweiten, die von Wissenschaftlern als wahrscheinlicher eingestuft wird, waren die Süditaliener damals so angetan von Bellinis Oper, dass sie das Wort „Norma“ als Superlativ gebrauchten. Und das Nudelgericht sich diesen Superlativ verdiente.

Und noch eine Geschichte bringt dieses Gericht mit sich. Die Farben der fünf Zutaten werden auch als Darstellung der italienische Trikolore und der Farben von Bellinis Heimatstadt Catania interpretiert. So steht das Basilikum für das Grün des Landes, die Pasta für das Weiß der Gleichheit, die Tomaten für das Rot der Brüderlichkeit. Das Schwarz der gerösteten Auberginen und das Weiß des Hartkäses symbolisieren die mit Schnee bedeckten Hänge des Vulkans Äthna.

Damit hätten wir die Zutaten schon einmal zusammen. Damit nichts verloren geht, folgen die noch einmal in übersichtlicher Form.

Die Zutaten für 4 Portionen Penne alla Norma

  • 300g Penne (jede andere Nudel geht auch)
  • 3 Auberginen
  • 5 Knoblauchzehen
  • 2 Dosen geschälte Tomaten oder gestückelte Tomaten
  • 60g Hartkäse (am besten schmeckt dazu Ricotta Salata. Pecorino Romano oder Parmesan gehen aber auch)
  • Eine getrocknete Chilischote
  • Ein paar Zweige Basilikum
  • Reichlich Olivenöl, Salz und Pfeffer

Und das ist das Rezept für die Penne alla Norma

Zunächst muss der Backofen auf 220 Grad Umluft (250 Grad Ober- und Unterhitze) vorgeheizt werden. Währenddessen die Aubergine längs halbieren und in etwa einen Zentimeter dicke, halbmondförmige Scheiben schneiden. Die werden dann mit 5 Esslöffeln Olivenöl und einer guten Prise Salz in einer Schüssel vermischt.

Wenn die Aubergine mariniert ist, wird sie auf ein mit Backpapier ausgekleidetes Blech gelegt (In den meisten Öfen wird es wohl zwei Bleche brauchen.) Dann werden sie im Ofen 30 bis 35 Minuten goldbraun gebacken.

Währenddessen kann die Tomatensauce vorbereitet werden. Dafür müssen der Knoblauch und die Chili gehackt und dann in einem Schuss Olivenöl unter ständigem Rühren in einer Pfanne oder einem Topf angebraten werden. Nach rund zwei Minuten können die Tomaten aus der Dose mit in die Pfanne. Die Sauce wird dann mit Zucker, Salz und einer ordentlichen Prise Pfeffer gewürzt und bei mäßiger Hitze rund zehn Minuten gekocht.

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Auf einer anderen Flamme werden derweil die Nudeln nach Packungsanweisung al Dente gekocht. Beim Abkippen sollten sie darauf achten, etwas Nudelwasser aufzufangen. Dann können Sie den Ricotta Salata (oder den Käse, den Sie zur Hand haben) reiben.

Und dann wird endlich vermengt. Die Auberginen, die Nudeln, die abgezupften Basilikum-Blätter, etwa ein Viertel des geriebenen Käses und ein Bisschen Nudelwasser kommen in die Tomatensauce und werde kräftig verrührt. Wenn die Sauce die Nudeln ummantelt, ist sie fertig.

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Beim Anrichten können die Teller noch mit einem Basilikum-Blatt und reichlich dem restlichen Ricotta Salata bestreut werden. Nun ist endlich die Zeit gekommen, die Penne alla Norma zu essen.

Buon appetito! Und versprochen: Es schmeckt wie beim Italiener.