Omas Frikadellen sind die besten! IMAGO/Shotshop

Frikadellen sind mehr als ein Fleischgericht. Sie sind eine Philosophie des guten Essens. Über kaum eine Spezialität wird so leidenschaftlich gestritten.

Es geht doch schon damit los, dass die Frikadelle regional diverse unterschiedliche Namen bekommt. Bulette, sagt man in Berlin und in Teilen des Osten und schreibt es manchmal sogar französisch: Boulette. Fleischklops nennen es andere - und im Süden wird das Hackfleisch zum Fleischpflanzerl.

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Egal wie sie heißt, bei Oma hat die Bulette immer besonders geschmeckt. So locker, so lecker. Aber das können Sie auch. Wir haben das traditionelle Frikadellen-Rezept. Sie müssen jetzt nur ein bisschen Liebe investieren.

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Frikadelle, Bulette, Klops oder Fleischpflanzerl – hier ist Omas Rezept

Das brauchen Sie:

1 Brötchen, 1 Zwiebel, 1 Ei, 500 Gramm gemischtes Hackfleisch, 1 Teelöffel Salz, 1 Esslöffel Senf, 1 Teelöffel Majoran (getrocknet), 1 Teelöffel Paprikapulver, reichlich Pfeffer aus der Mühle, 2 Teelöffel Petersilie (getrocknet),  nach Geschmack Knoblauch, 1 Teelöffel Maggi, etwas Mehl für die Arbeitsfläche, Semmelbrösel zum Wenden, Margarine zum Braten

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Wer möchte, wendet die Frikadellen vor dem Braten in Semmelbröseln. IMAGO/YAY Images

So wird es gemacht:

Weichen Sie das Brötchen in Wasser ein.

Schälen Sie die Zwiebel und schneiden sie in feine Würfel. Oma hat die Zwiebel immer kurz in Butter glasig gedünstet. Das gibt ein besonderes Aroma, hat sie gesagt. Andere bevorzugen den Geschmack der rohen Zwiebeln. Probieren Sie aus, was Sie lieber mögen.

Geben Sie das rohe Ei, die Zwiebel und die Gewürze zu dem Hackfleisch und vermengen alles gut mit den Händen. Auf keinen Fall mit dem Mixer arbeiten, dann werden die Frikadellen zäh!

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Drücken Sie das eingeweichte Brötchen gut aus. Das geht auch mit den Händen. Oma hat dafür immer zwei Brettchen benutzt. Dazwischen quetschte sie die Flüssigkeit heraus.

Anschließend geben Sie das Brötchen zu der Hackmasse. Wieder gilt es: Alles gut vermengen. Dafür sollten Sie jetzt mindestens zehn Minuten investieren. Denn je besser geknetet wird, desto besser und vor allem lockerer wird das Ergebnis!

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Zu den Frikadellen passt Omas Kartoffelsalat. IMAGO/Shotshop

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Die rohe Masse jetzt noch einmal mit den Gewürzen abschmecken.

Oma mochte das rohe Fleisch dafür nicht in den Mund nehmen - und fand eine Lösung: Sie formte eine winzige Probe, die sie in die Pfanne gab und probierte. Auf das Abschmecken zu verzichten, ist in jedem Fall ein Fehler.

Semmelbrösel für „den Knusper“

Formen Sie jetzt gleichmäßige und nicht zu kleine Klopse, die Sie auf einer bemehlten Arbeitsfläche flachdrücken und glätten. Oma hat sie anschließend noch in Semmelbrösel gewendet. Für „den Knusper“, hat sie gesagt. Es geht aber auch ohne.

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Erhitzen Sie eine schwere Pfanne mit guter Margarine. Legen Sie die Frikadellen hinein (wenn sie heiß ist!) und braten beide Seiten scharf an! Dann reduzieren Sie die Hitze und braten die Frikadellen in 15 bis 20 Minuten bei mittlerer bis schwacher Hitze fertig. Unterdessen  zwei bis drei Mal wenden.

Achtung, nicht zu viele Frikadellen auf einmal braten. Sie überfordern die Pfanne. Benutzen Sie lieber eine zweite oder braten sie nacheinander.

Zu den Frikadellen passt perfekt Omas Kartoffelsalat - hier das Rezept.

Guten Appetit!