Dieses Wurstgulasch schmeckt wie damals (auch wenn damals kein Käse darübergestreut wurde).  ZVG

Wer im Osten groß geworden ist, dem läuft jetzt ganz sicher das Wasser im Mund zusammen. Für viele schmeckt kaum ein Gericht so sehr nach Kindheit. Und kaum ein Gericht können Sie so günstig herstellen. Ein leckeres Mittagessen für 55 Pfennige – wo gab es das? Richtig, nur in der DDR-Schulküche.

Damals war es schon eines der leckersten Gerichte, und das gilt bis heute. Eine preiswerte Mahlzeit ohne viel Schnickschnack. Die Kinder lieben es … aber wir Erwachsenen doch auch. 

Und rechnen Sie mal nach: Addieren Sie die Kosten für alle Zutaten, kommen Sie noch nicht einmal auf 1 Euro pro Portion. So lecker geht wohl nicht billiger. Ein Tipp: Kochen Sie gleich ein bisschen mehr und frieren Sie das restliche Wurstgulasch ein. 

Hier das echte Rezept von damals: 

Die Zutaten für vier Portionen

1 Zwiebel

1 Esslöffel Öl

550 g Jagdwurst

1 Paprikaschote

1 Teelöffel Tomatenmark

1 Esslöffel Ketchup (am besten aus Werder oder Bautzen)

 1 Esslöffel Mehl

1 Würfel Bratsaft (Instant) oder einen Brühwürfel

150 ml Wasser

Paprika, edelsüß

Salz, Pfeffer

Dazu gibt es natürlich Nudeln. Am besten Spirelli – und die aus Riesa. West-Produkte gehen aber auch. 

Und so wirds gemacht:

Öl erhitzen.

Die Zwiebel fein würfeln und dann im Fett glasig anschwitzen.

Die Jagdwurst ebenfalls in Würfel, die Paprikaschote in Streifen schneiden. Beides zu den Zwiebeln in die Pfanne geben.

Alles zusammen auf kleiner Flamme ca. fünf Minuten garen.

Das Tomatenmark und den Ketchup untermischen. Mehl darüber stäuben. 

Bratsaft bzw. Brühwürfel in 150 ml heißem Wasser auflösen. Das Wurstgulasch damit ablöschen und alles gut verrühren.

20 Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen. Mit Paprika, Salz und Pfeffer abschmecken.

Wer möchte, kann gerne noch Käse darüberstreuen. Auch wenn das zu DDR-Zeiten nicht üblich war. 

Von Wurstgulasch gibt es natürlich viele Variationen. Die einen mögen es ganz ohne Gemüse, die anderen nehmen statt Fleischwurst lieber Wiener Würstchen. Im Grunde kann man viele Reste von Gemüse und Fleisch in dem Gericht verwerten. Es ist immer schnell gemacht und superlecker.