Wiener Schnitzel oder Schnitzel Wiener Art? Der Profi gibt Tipps, wie es perfekt wird! Annette Riedl/dpa

Na, haben Sie sich schon Gedanken gemacht, was es heute zum Mittag gibt? Oder zum Abendbrot? Wir hätten da eine Idee für Sie. Wie wäre es mal wieder mit einem richtig leckeren Schnitzel. Dazu ein paar selbstgemachte, gesunde Pommes aus dem Ofen und schon ist die ganze Familie glücklich. Wetten?!

Wir haben ein paar Tipps von TV-Koch Steffen Henssler zusammengestellt, mit den Ihnen die besten Schnitzel der Welt gelingen. Versprochen!

Das perfekte Schnitzel – Tipps Steffen Henssler

Das das perfekte Wiener Schnitzel ein Stück Fleisch vom Kalb sein muss, ist klar. Aber welches? Steffen Henssler empfiehlt Schnitzel aus der Oberschale – sprich ein Teilstück aus der Keule.

Achtung, jetzt kommt der Geheimtipp: Vor dem Klopfen wickelt er seinen Fleischhammer in Klarsichtfolie ein, damit keine Fleischfasern im Klopfer hängen bleiben. Er feuchtet das Schnitzel mit etwas Wasser vor dem Klopfen an. Etwa 5 Millimeter sind nach dem Klopfen die perfekte Dicke. Zu dünn sollte nämlich auf das Wiener Schnitzel nicht sein.

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Mit Salz und Pfeffer wird das Schnitzel dann gewürzt. Und auch geht es in die Panierstraße mit Mehl, ganzem Ei und Paniermehl.

Während der das Schnitzel im Mehl einfach nur wendet, hat er fürs Ei einen Tipp parat: „Das Ei einfach nur anditschen, nicht komplett zerschlagen wie beim Rührei.“ Mineralwasser oder Sahne im Ei sind für ihn „Tinnef“.

Auf das Bratfett kommt es beim perfekten Schnitzel an

Und was gibt es bei den Semmelbröseln zu beachten? Die sollten nicht zu fest angedrückt werden.

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Steffen Henssler gibt Tipps für das perfekte Schnitzel. imago images/Future Image

In der Pfanne wartet auf das Schnitzel dann „eine ganze Menge Rapsöl“. Das muss richtig heiß sein. „Wienerschnitzel wird nicht gebrachten, sondern gebacken“, erklärt Steffen Henssler. Während das Fleisch in der Pfanne brutzelt, schwenkt er selbige hin und her. Das soll beim Aufsoufflieren helfen, also dabei, dass sich die Panade leicht löst, ohne dabei vom Fleisch zu fallen.

Kurz bevor das Schnitzel fertig ist, gibt er noch einen Löffel Butter zu. Für den Geschmack. „Frischer Buttergeschmack ist sowieso geil“, findet er. Butterschmalz verwendet er vor allem deswegen nicht, weil das beim Braten so stark riecht. Und wer möchte schon, dass seine Wohnung wegen ein paar Schnitzeln stinkt, als er würde hier die Menüs von Burger King McDonalds zubereitet werden.

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Wiener Schnitzel oder Schnitzel Wiener Art?

Ihnen ist bestimmt schon einmal aufgefallen, dass manche Restaurants in der Speisekarte mit „Wiener Schnitzel“ werben und andere mit „Schnitzel Wiener Art“. Was ist der Unterschied? Mit „Schnitzel“ ist in der Regel ein Schweineschnitzel gemeint. Ist das Schnitzel paniert, heißt es „Schnitzel Wiener Art“. Denn: Ein echtes „Wiener Schnitzel“ ist immer ein dünnes, paniertes und gebackenes Schnitzel aus Kalbfleisch.