Das Franzbrötchen ist nicht nur bei Kindern sehr beliebt. Imago Images

Ob klassisch nur mit Zimt und Zucker oder veredelt mit Schokolade, Streuseln, Nüssen oder Rosinen, ob gedrückt oder gerollt – das Franzbrötchen ist einfach nur lecker! Und die Plunderteig-Köstlichkeit wird längst nicht mehr nur zum Frühstück gegessen. Besonders Kinder lieben diese Süßigkeit. Und Sie können die auch ganz einfach selber machen: Der KURIER verrät, wie es geht ...

Zutaten:

Für den Hefeteig:

  • 500 Gramm Mehl
  • 275 ml Milch
  • 70 Gramm Butter
  • 70 Gramm Zucker
  • 1 Würfel Hefe
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • Salz

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Für die Füllung:

  • 100 Gramm Zucker
  • 100 Gramm weiche Butter
  • 3 Teelöffel Zimt
  • Mehl zur Teigverarbeitung
  • 2 EL Milch zum Bestreichen

Und so wird es gemacht:

1. Für den Teig erwärmen Sie Milch und die Butter in einem Topf, bis alles geschmolzen ist.

2. Nun geben Sie das Mehl in eine Schüssel, formen ein Loch und bröseln die Hefe hinein. Nun geben Sie den Zucker, das Päckchen Vanillezucker und das Salz hinzu und verrühren alles mit der Milch-Buttermischung. Nun verkneten Sie alles mit der Hand oder mit einer Küchenmaschine mit Knethaken ungefähr zehn Minuten zu einem Teig. Tipp: Lange kneten lohnt sich – nach etwa zehn Minuten wird der Teig schön geschmeidig.

3. Lassen Sie den Teig zugedeckt an einem warmen Ort etwa 30 Minuten gehen. Heizen Sie den Backofen auf 180 Grad (Umluft: 160 Grad) vor.

4. Für die Füllung verrühren Sie die weiche Butter mit Zucker und Zimt.

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5. Nun rollen Sie den Teig auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einem Rechteck aus und verstreichen die Füllung darauf. Nun rollen Sie die lange Seite fest auf. Tipp: Je fester Sie rollen, umso schöner sind die Franzbrötchen zum Schluss.

6. Schneiden Sie die Teigrolle mit einem Messer oder einem Teigschaber in vier Zentimeter kleine Stücke. Drücken Sie jedes Stück parallel zu den Schnittflächen mit dem Stiel eines Holzlöffels ein, sodass der Teig an beiden Seiten herausquillt. So ergibt sich die typische Franzbrötchen-Form.

7. Legen Sie die Franzbrötchen mit mindestens vier Zentimetern Abstand zueinander auf ein mit Backpapier belegtes Blech und lassen alles weitere 10 Minuten gehen. Die Franzbrötchen mit Milch bestreichen und dann auf mittlerer Schiene etwa 15 bis 20 Minuten goldbraun backen.

8. Nehmen Sie die fertigen Franzbrötchen nun vom Blech und lassen sie abkühlen. Wer es nicht erwarten kann, kann das süße Backwerk natürlich auch warm genießen.

Guten Apptit!

Übrigens: Der Name deutet schon darauf hin, dass das Gebäck mit Zimt und Zucker ein „Franzosenbrötchen“ sein könnte. Tatsächlich ist es aller Wahrscheinlichkeit in der Zeit der napoleonischen Besatzung entstanden. Ein Bäcker aus Hamburg-Altona gilt als Erfinder, sein Geschäft hatte er mutmaßlich von einem Franzosen übernommen. Ob er die Brötchen aber für die napoleonischen Truppen herstellte, bleibt umstritten.

Das Franzbrötchen findet auch in der Literatur seine Erwähnung:

Thomas Mann lässt in seinem Roman „Buddenbrooks: Verfall einer Familie“ wiederholt den Hausarzt der Familie, einen Dr. Grabow, auftreten. Dieser verordnet bei mehreren Gelegenheiten „Ein wenig Taube, ein wenig Franzbrot...“, was wohl, im Grabowschen Sinne, nicht medikamentöse Wirkung haben soll, sondern vielmehr die ansonsten opulenten Essgewohnheiten der reichen Lübecker Kaufmannsfamilie konterkarieren will.