Hühnersuppe ohne Karotten: Hier bekommt die Suppe durch Backpflaumen ihr Aroma Taylor Peden & Jen Munk/Knesebeck Verlag

Gibt es ein wohltuenderes Seelenfutter als eine würzige, perfekt abgeschmeckte Hühnersuppe? Der Schlüssel zu einer kräftigen Brühe sind viele Hühnerknochen, die reich an Kollagen sind und Geschmack und Substanz verleihen, wie es reines Hühnerfleisch ohne Knochen nicht kann. Für diese Suppe kommen sowohl die Flügel als auch Keulen zum Einsatz. Das Keulenfleisch wird beim Garen extra zart, bevor es zerpflückt als Einlage wieder in die Suppe wandert. Wie du merken wirst, sind keine Karotten in der Suppe. Rüben und Backpflaumen ersetzen sie und sorgen für die süßlich-herbe Note.

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Für vier bis sechs Personen brauchst du dieses Gemüse: zwei Stangen Lauch, zwei ganze Knoblauchknollen, plus fünf Knoblauchzehen, sechs Stangen Sellerie, zwei mittelgroße Herbstrüben oder Pastinaken (625 Gramm) und drei große Zweige Thymian. Dazu kommen vier ganze Hähnchenkeulen (insgesamt ein Kilogramm) und ein Kilogramm Hähnchenflügel. Aus der Vorratskammer kommen noch Salz, ein Esslöffel ganze schwarze Pfefferkörner, plus Pfeffer zum Mahlen, acht Backpflaumen und zwei Esslöffel Olivenöl dazu.

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Um die Brühe anzusetzen, werden vier Hähnchenkeulen und ein Kilogramm Hähnchenflügel rundum mit vier Teelöffeln Salz gewürzt und in einen großen Topf gelegt. Zwei Lauchstangen werden längs halbiert. Den dunkelgrünen vom hellen Teil trennen und den hellen Teil vorerst beiseitelegen, er kommt später dran. Die dunklen Blätter sorgfältig waschen und von Sand befreien. Zwei Knoblauchknollen quer halbieren. Vier Selleriestangen in fünf Zentimeter lange Stücke schneiden (die Blätter zum Garnieren beiseitelegen). Eine Herbstrübe (Schälen ist nicht nötig) in fünf Zentimeter große Spalten schneiden. Sämtliches Gemüse mit einem Esslöffel Pfefferkörnern, zwei Backpflaumen, einem Thymianzweig und einem Esslöffel Salz zum Hähnchen in den Topf geben.

Etwa drei Liter Wasser zugießen, zum Kochen bringen und die Hitze so regulieren, dass das Wasser nur leicht siedet. Die Brühe unbedeckt etwa eine Stunde köcheln lassen und gelegentlich mit einem Schaumlöffel den sich an der Oberfläche bildenden Schaum abschöpfen, damit die Brühe klar bleibt und nicht trübe wird.

Das restliche Gemüse vorbereiten: Zwei Selleriestangen in Scheibchen schneiden. Fünf geschälte Knoblauchzehen in Scheibchen schneiden. Den weißen Teil der Lauchstangen schräg in knapp vier Zentimeter lange Stücke schneiden. Eine Herbstrübe vierteln und die Viertel quer in etwa sechs Millimeter dicke Stücke schneiden. Sechs Backpflaumen in je drei Stücke zerpflücken. Die Blätter von zwei Thymianzweigen abzupfen.

Das Hähnchenfleisch zerpflücken: Die Hähnchenkeulen mit der Zange aus der Brühe heben und zum Abkühlen auf einen Teller legen. Die Brühe weiterköcheln lassen (je länger, desto kräftiger wird sie). Das abgekühlte Fleisch von den Knochen lösen und in Stücke zerpflücken, die Haut entsorgen. Die Knochen wieder in die Brühe geben, damit sie für Geschmack sorgen.

Die Suppe fertigstellen: Die letzten Schritte bis zum Genuss

Während die Brühe köchelt, in einem großen Schmortopf zwei Esslöffel Olivenöl bei mittlerer Temperatur erhitzen. Lauch, Knoblauch und die Backpflaumen hineingeben, mit Salz und reichlich schwarzem Pfeffer würzen und unter Rühren drei bis vier Minuten anschwitzen, bis der Lauch allmählich weich wird und zerfällt. Etwa 180 Milliliter Brühe hineinschöpfen und weitere zehn bis zwölf Minuten garen, bis das Gemüse zart, jedoch nicht gebräunt ist. Die Brühe direkt in den Schmortopf abseihen. Hähnchenflügel, Knochen, Haut und Gemüse entsorgen.

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Das zerpflückte Keulenfleisch, die geschnittenen Rüben, den Thymian und den Sellerie zugeben und bei mittlerer bis starker Hitze noch vier bis fünf Minuten garen, bis das Gemüse eben weich ist. Die Suppe mit Salz abschmecken – vermutlich kann sie eine ganze Menge vertragen.

Servieren: Die Suppe in Schalen schöpfen, mit schwarzem Pfeffer abrunden und mit dem Selleriegrün garnieren.

Dieses Rezept stammt aus dem Kochbuch: „Just cook it! Rezepte zum Immer-wieder-Kochen“ von  Molly Baz, erschienen im Knesebeck-Verlag, 32€.