Vielen laufen beim Schneiden von Zwiebeln Tränen aus den Augen. Doch es gibt Tipps dagegen. Foto: imago images/Shotshop

Viele Menschen kochen gern – und viele Rezepte benötigen klein geschnittene Zwiebeln. Wenn da nur nicht die lästige Heulerei wäre! Kaum ist das Erdgemüse angeschnitten, schon gehen alle Schleusen auf, die Augen brennen, das Wasser fließt. Was tun? Im Netz gibt es zahlreiche Tipps, die dafür sorgen sollen, dass die Schnippelei zur fröhlichen, nicht zur traurigen Angelegenheit wird.

Aber: Warum kommen Köchen beim Schneiden der scharfen Knollen überhaupt die Tränen? Der Grund sind Gase, die die Schleimhäute in den Augen reizen. Werden die Zwiebel-Zellen beim Schneiden zerstört, werden bestimmte Enzyme frei, die mit schwefelhaltigen Verbindungen im Gemüse reagieren. Das Produkt ist das Gas – und das Tränen der Augen eine natürliche Schutzreaktion.

Es gibt allerdings Tricks, mit denen sich das Weinen vermeiden lässt. Relativ simpel ist es beispielsweise, beim Schneiden die Zunge herauszustrecken. Denn aufgrund der feuchten Oberfläche der Zunge lagern sich die ätherischen Öle hier an, bevor sie in die Augen gelangen. Aber Achtung: Wird die Zunge trocken, lässt die Wirkung nach, die Tränen kommen trotzdem. Wenn das Schnippeln schnell geht, hilft dieser Trick aber sehr.

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Hilfreicher soll es sein, Wasser zu nutzen, weil es Berichten zufolge die chemische Reaktion unterbindet. Also: Wer Zwiebeln unter fließendem Wasser schält, vermeidet den ersten Kontakt. Das Gemüse kann außerdem unter fließendem Wasser angeschnitten werden. Wenn Messer und Schneidebrett mit Wasser abgespült und feuchtgehalten werden, kommen weniger Tränen. Am besten die Zwiebel halbieren und sie mit der Schnittfläche auf das feuchte Brett legen.

Wichtig auch: Das Messer sollte scharf sein! Wer mit einer stumpfen Klinge schneidet, zerquetscht möglicherweise mehr Zellen, was zu einem erhöhten Reizstoff-Aufkommen führen kann. Auch helfen soll es, die Zwiebeln vor dem Schneiden einzufrieren oder auf dem kalten Balkon zu lagern. Denn: Sind die Saft-Zellen im Gemüse gefroren, treten ebenfalls weniger reizende Stoffe aus. Am effektivsten ist es aber natürlich, wenn Hobby-Köche beim Schnippeln eine Taucherbrille aufsetzen. Aber das dürfte nicht jedermanns Sache sein.