Vor allem pflegebedürftige Menschen brauchen Zuwendung. Foto: Tom Weller/dpa

Zeigen ältere und pflegebedürftige Menschen Zeichen von Einsamkeit, sollten Angehörige und Pflegekräfte diese wahrnehmen. Leicht zu erkennen seien die Signale jedoch nicht immer - das liegt unter anderem daran, dass das Gefühl nicht zwingend mit der Anzahl der Kontakte der Betroffenen zusammenhängt. Darauf weist das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) hin.

Worauf man achten sollte: Wirkt jemand traurig? Oder ist die Person so sehr in der Mobilität eingeschränkt, dass sie vielleicht ungewollt viel allein ist? Ansprechen ist der wichtigste Tipp in so einem Fall. Man sollte fragen, was sie oder er sich mit Blick auf die sozialen Kontakte wünscht, und bei der Umsetzung helfen. Vielleicht ist es auch sinnvoll, die Wohnsituation zu ändern.

Experten warnen: Alleinsein kann krank machen

Während Geselligkeit die Gesundheit fördern kann, können soziale Isolation und Einsamkeitsgefühle die Psyche belasten und auf Dauer körperlich krank machen: Depressionen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind zwei mögliche Folgen.

Das ZQP macht auch auf den Unterschied zwischen den Begriffen aufmerksam: Während soziale Isolation ein objektiver Zustand mit wenigen sozialen Kontakten sei, beschreibe Einsamkeit das subjektive Gefühl des Alleinseins. Einsamkeit könne also auch auftreten, wenn jemand viel Umgang hat – zugleich muss jemand, der nur wenige Kontakte mit anderen hat, nicht zwangsläufig einsam sein.

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Das Risiko für soziale Isolation steige im Alter - unter anderem, weil es wahrscheinlicher wird, dass nahestehende Personen sterben. Kontaktbeschränkungen in der Corona-Pandemie verschärfen die Situation momentan zusätzlich.

Kontakt halten - auch in der Pandemie

Viele Dinge, um Isolation und möglichen Einsamkeitsgefühlen vorzubeugen, lassen sich laut dem ZQP aber auch in diesen Zeiten umsetzen. Dazu zählt etwa, dass beispielsweise ein Telefon für die Pflegebedürftigen stets gut erreichbar ist und sie es auch bedienen können sollten. Feste Termine für Telefonate oder, wenn das möglich ist, Besuche sind förderlich. Gleiches gilt für regelmäßige Aktivitäten, seien es kleine Ausflüge oder einfach nur gemeinsames Rätseln oder Zeitunglesen.