Wer Nudeln, Kartoffeln oder Gemüse kocht, gibt fast automatisch Salz ins Kochwasser.
Wer Nudeln, Kartoffeln oder Gemüse kocht, gibt fast automatisch Salz ins Kochwasser. Imago Images/Panthermedia

Haben Sie sich das auch schon immer gefragt?

Wer Nudeln, Kartoffeln oder Gemüse kocht, gibt fast automatisch Salz ins Kochwasser. Aber kennen Sie den Grund? Die Verbraucherzentrale Bayern klärt auf: Das im Wasser gelöste Salz verhindert, dass Geschmacksstoffe aus dem Produkt ins Wasser übergehen. So bleibt das Aroma der Lebensmittel besser erhalten.

Ob man das Salz ins kalte oder heiße Wasser gibt, spielt dabei aber kaum eine Rolle. Die Salzlösung habe zwar andere physikalische Eigenschaften als Wasser pur, beispielsweise einen um ein paar Grad höheren Siedepunkt. In der Praxis fallen diese Unterschiede aber nicht ins Gewicht. Durch den Zeitpunkt der Salzzugabe lässt sich weder Energie noch Kochzeit einsparen, stellt Verbraucherschützerin Andrea Danitschek klar.

Salz zugeben, wenn das Wasser bereits warm ist

Sie empfiehlt aber, das Salz dann zuzugeben, wenn das Wasser bereits warm ist. Aus einem ganz einfachen Grund: Das schone das Kochgeschirr. Denn im kalten Wasser lösen sich die Salzkristalle schlechter, sinken ab und können vor allem bei Edelstahlgeschirr zu Korrosion am Boden des Topfes führen.

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Früher war es das „weiße Gold“ – teuer, rar und hoch geschätzt. Heute kostet es nur noch ein paar Cent und wir streuen es oft ohne nachzudenken in jedes Kochwasser und fast jedes Gericht. Aber muss Salz wirklich sein – immer und überall?

Salz ist wichtig für den Körper - mehr als ein Teelöffel am Tag sollte es aber nicht sein.
Salz ist wichtig für den Körper - mehr als ein Teelöffel am Tag sollte es aber nicht sein. Robert Günther/dpa-tmn

„Nein“, sagt Michel Hanssen, Spitzenkoch und Autor des Buches „Salzlos genießen“. Da in vielen Lebensmitteln wie Fleisch, Fisch und Gemüse von Natur aus Natrium, also Salz, enthalten sei, könne man auf zusätzliches Salzen problemlos verzichten und stattdessen andere Gewürze und Kräuter verwenden. Das sei nicht nur gesünder, sondern bereichere viele Gerichte auch um neue Geschmacks- und Aromanuancen.

25 Kräuter reichen für Geschmack der ganzen Welt

„Mit 25 Kräutern können Sie den Geschmack der ganzen Welt in ihre eigene Küche bringen“, betont der Niederländer. Hanssen rät zu einem kleinen Fundus an Gewürzmischungen, mit denen er abwechslungsreich und salzlos abschmeckt. Beim Kombinieren darf nach individuellen Vorlieben experimentiert werden.

„Steht die Rezeptur einmal fest, hat man die Mischung schnell zur Hand und weiß, dass die damit gewürzten Speisen immer wieder genauso schmecken, wie man sich das wünscht“, sagt Hanssen. Vom Hühnchen-Spezial-Mix über das Kartoffel- oder Risottogewürz bis zum Cafè-de-Paris-Mix reicht Hanssens Palette an Gewürzmischungen. Den Cafè-de-Paris-Mix, der unter anderem Paprika- und Currypulver, Pfeffer, Knoblauch, Senfsamen, Rosmarin, Thymian und Zitronensäure enthält, empfiehlt er für Saucen, Dressings und Kräuterbutter.