Photoperiodismus heißt das Zauberwort für eine neue Blüte. Aber wir erklären in einfachen Worten, wie Sie Ihrem Weihnachtsstern ein zweites Leben schenken. Mohssen Assanimoghaddam/dpa

Ein Weihnachtstern, der verblüht ist, ist ein Fall für den Mülleimer oder Kompost? Eigentlich nicht! Denn mit etwas Geschick und dem Wissen wie, bringt man ihn sogar wieder zum Blühen. Wir verraten, wie das geht und worauf man bei der Pflege von Weihnachtssternen sonst noch achten muss.

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Welcher ist der beste Platz für den Weihnachtsstern in der Wohnung oder dem Haus?

Der Weihnachtsstern ist nicht ganz unempfindlich. Hat man ihn erst einmal in der Wohnung, sollte er nicht direkt über der Heizung stehen, damit sich die empfindlichen Wurzeln nicht zu stark erwärmen, rät der Bundesverband Einzelhandelsgärtner (BVE).

Die Weihnachtsstern-Züchter empfehlen 15 bis 22 Grad Umgebungstemperatur und einen hellen Standort in Fensternähe. Im Winter kann die Pflanze auch direkt der milden Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein, aber nicht das ganze Jahr über. Beim Lüften sollte die Pflanze aus der Zugluft geholt werden.

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Wie oft sollte man den Weihnachtsstern gießen?

Der Weihnachtsstern braucht lauwarmes Gießwasser – aber weder zu wenig noch zu viel davon kann er ausstehen. Gerade auf aufstauende Nässe im Topf reagiere er empfindlich. Man sollte ihn immer dann gießen, wenn die Erde trocken geworden ist. Besser ist es aber, den Weihnachtsstern einmal pro Woche zu baden. Nach 15 Minuten sollte überschüssiges Wasser aus dem Topf entfernt werden, damit die Wurzel nicht zu faulen beginnt.

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Was macht man mit dem Weihnachtsstern nach Weihnachten, damit er im nächsten Jahr wieder blüht?

Photoperiodismus! Dieses unaussprechliche Wort ist das Zauberwort für eine neue Blüte. Was es meint, ist, dass der Weihnachtsstern eine Kurztagpflanze ist, die über einen bestimmten Zeitraum hinweg mehr als zwölf Stunden Dunkelheit pro Tag braucht. Nur so bildet der Weihnachtsstern neue Blüten, denn auch in seinem natürlichen Lebensraum ist das so. In dieser Zeit wird der Weihnachtsstern zu Bildung neuer Blütenknospen angeregt.

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Ein weißer Weihnachtsstern steht zwischen roten Exemplaren. dpa

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Und wie geht das mit dem Photoperiodismus beim heimischen Weihnachtsstern?

Wichtig ist, dass man den Jahresrhythmus vom Weihnachtsstern einhält. Seine Blütezeit ist, wie der Name schon verrät, rund um Weihnachten. Im besten Fall haben die Blüten dank der richtigen Pflege ihre Farben bis Februar behalten. Verlieren sie ihre Farben, ist es Zeit für die Ruhephase. Bis April genügt dann auch ein Schluck Wasser in den Untersetzer pro Woche. Der Weihnachtsstern steht dann am besten etwas kühler.

Wenn die Hochblätter sich grün gefärbt haben, schneiden Sie Ihren Weihnachtsstern großzügig zurück. Ab Mai beginnt die Pflanze dann wieder mehr zu wachsen. Sie sollte wieder wärmer stehen. Vermeiden Sie direkte Sonne, gießen Sie sie wieder regelmäßig und geben Sie etwas flüssigen Dünger ins Gießwasser.

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Die entscheidende Phase beginnt im September. Nun steht der Weihnachtsstern in einem warmen, hellen Raum, der ausschließlich Tageslicht erhält richtig. Wichtig: künstliches Licht ist jetzt absolut tabu. Nicht einmal der Lichteinfall aus dem Flur bei geöffneter Tür wird der Weihnachtsstern verzeihen. Hat man solch einen Raum nicht, in den man nach Einbruch der Dunkelheit nicht mehr hinein muss, kann man sich behelfen, indem man den Weihnachtsstern für zwölf Stunden am Tag mit einer Pappkiste abdeckt.

Diese sogenannte Kurztagphase dauert acht Wochen, dann hat die Pflanze die Blütenbildung abgeschlossen. Wenn Sie alles richtig gemacht haben, sollten sich neue farbige Blätter zeigen.