Ab und an kann es sich richtig gut anfühlen, auch die versteckten Ecken in Haus oder in der Wohnung in Angriff zu nehmen. imago/Panthermedia

Reden wir offen: Die wenigsten schaffen es, den eigenen Lebensraum staubkörnchenrein zu bekommen. Und wer will das auch? Wer hat schon wöchentlich Zeit und Energie, den letzten Krümel aus der hintersten Ecke zu fischen?

Dann ist da auch noch das Leben: Irgendwas – die Kinder, das eigene Missgeschick, der fiese Kalk – hinterlässt immer dort einen Fleck, wo man gerade gewischt hat. Es mag für viele von uns besser sein, ein wenig Alltagsdreck in den Nischen zu akzeptieren. Aber ab und an fühlt es sich richtig gut an, auch die versteckten Ecken in Haus oder Wohnung in Angriff zu nehmen.

Meist kommt die Muße dafür mit Winterende – beim Frühlingsputz. Hier sind Tipps für das Großreinemachen einiger besonderer Stellen:

Fenster nicht nur putzen, sondern auch ölen

Hauptangriffspunkt könnten Ihre Fenster sein. Denn es gehört mindestens einmal im Jahr mehr zur Fensterpflege, als nur Scheiben und Rahmen zu reinigen. Der Verband Fenster + Fassade empfiehlt, die Beschläge von Staub und Schmutz zu befreien und alle beweglichen Teile mit ein paar Tropfen Öl zu versehen.

Außerdem ist es nach jedem Fensterputz gut, die Dichtungen mit einer Pflegemilch zu versorgen. So werden sie nicht spröde. Die Entwässerungsöffnungen im unteren Rahmenbereich sollten mit einem sehr kleinen Schraubenzieher gereinigt werden. Sie dürfen nicht verstopfen, denn darüber wird Regenwasser abgeleitet.

Auf den Schränken wischen

Die hohen Schränke sind dankbar, wenn es um Dreck geht: Man sieht ihn darauf nicht. Und doch sammelt sich dort über das Jahr hinweg Staub an, in der Küche auch Kochfett, das irgendwann zu einer ekligen, klebrigen Masse wird. Daher braucht man oft mehr als nur etwas Wasser zum Wegwischen: Der Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel rät zu Küchenreinigern, da diese eine fettlösende Wirkung haben.

Außerdem lohnt es sich, Schränke innen zu putzen: Alles herausräumen, ausmisten, was nicht mehr gebraucht wird oder abgelaufen ist, alles auswischen und wieder einräumen. Schon allein die neue Übersichtlichkeit kann ein gutes Gefühl geben.

Kühlschrank und Gefrierschrank reinigen

Im frühen Frühling ist es morgens oft noch frostig. Das ist eine gute Gelegenheit, Kühl- und Gefrierschränke abzutauen und zu reinigen. Die Lebensmittel lagern zwischenzeitlich einfach draußen oder an kühleren Stellen im Haus, etwa im unbeheizten Flur.

Machen, was dem Werterhalt Ihres Eigentums dient

Das sind nur ein paar Vorschläge. Es gibt beim Frühjahrsputz kein Muss: Gehen Sie das an, was Sie stört. Und: Reinigen und warten Sie, was dem Werterhalt Ihres Eigentums dient.

Der Frühjahrsputz kann also eine Gelegenheit sein, die Armaturen zu entkalken, die Wasch- und Spülmaschine zu putzen, Gardinen zu waschen oder Rollos abzustauben. Sie können Leuchten sowie die Türen im Haus und am Eingangsbereich putzen und warten. Apropos Eingang: Wann haben Sie das letzte Mal den Fußabtreter vom Dreck befreit?

Noch eine Idee: Die Winterkleidung, wenn die Temperaturen es denn mitmachen, wegräumen. Mancher mag die Gelegenheit nutzen, nicht mehr Gebrauchtes auszumisten und – gerade in diesen Zeiten – zu spenden.

Aber all das fühlt sich nur in Maßen gut an. Dauert der Frühjahrsputz zu lange, ist man genervt. Es mag manchem helfen, die Aufgaben zu sammeln und über einige Zeit in kleinen Dosen anzugehen. Aber lassen Sie in dieser Liste alles weg, was Sie regelmäßig putzen, etwa Toilette, Badewanne, Regale. Das gehört nicht zum Frühjahrsputz. Denn dieses Reinemachen ist etwas Besonderes, ein Date mit Ihrem Zuhause.