Eine Bowl mit Belugalinsen und Kichererbsen lässt sich mit Kürbis, Avocado, Spinat, Leinsamen und Sesam anrichten.  dpa/Christin Klose 

Lange galten Erbsen, Bohnen, Linsen & Co. als langweilige Hausmannskost. Die Zeiten sind vorbei. Als purer Fleischersatz sind die Hülsenfrüchte viel zu schade.

Ob Markerbsen, Kichererbsen, Berglinsen, Sojabohnen oder Belugalinsen - die Hülsenfrüchte firmieren inzwischen unter der Kategorie Superfood. Denn gerade der reiche Eiweißgehalt macht sie interessant für Ältere, die etwas mehr Protein benötigen als Jüngere, weist die Verbraucherzentrale NRW hin.

Doch es ist nicht nur das Eiweiß: Hülsenfrüchte punkten auch mit reichlich Ballaststoffen, B-Vitaminen und Mineralstoffen. Zudem haben sie auch eine deutlich bessere Klimabilanz als Fleisch, machen beim Anbau den Boden fruchtbarer und sind wichtig bei vegetarischer und veganer Ernährung, so die Verbraucherschützer.

Hülsenfrüchte nicht roh essen

Eine Warnung haben die Experten allerdings: Hülsenfrüchte sollten nicht roh gegessen werden. Denn sie enthalten gesundheitsschädigende Stoffe, die erst durch das Erhitzen beim Kochvorgang zerstört werden.

Gekochte Erbsen, Bohnen oder Linsen seien nur als Grundlage für Mehl, Milch, Nudeln, Aufstrich oder Fleischersatz viel zu schade. Sie können nämlich auch Salate und Bowls bereichern und Aufläufe, Pürees, Suppen oder Süßspeisen und sogar Kuchen verfeinern. Frische Kräuter und Gewürze helfen bei der Verdauung. Besonders geeignet sind Thymian, Majoran, Rosmarin, Bohnenkraut, Fenchel, Koriander und Kümmel, aber auch Ingwer und Anis.