Explodierende Preise ziehen oft überzogene Abschlagsberechnungen nach sich. Verbraucher sollten diese genau nachprüfen.
Explodierende Preise ziehen oft überzogene Abschlagsberechnungen nach sich. Verbraucher sollten diese genau nachprüfen. imago/MiS

Der Winter naht und Energie ist knapp und teuer. Manche Versorger stehen wegen hoher Beschaffungskosten  wirtschaftlich mit dem Rücken zur Wand. Und so flattern vielen Verbrauchern in diesen Wochen neue Abschlagsberechnungen ihrer Gas- und Stromanbieter ins Haus. Was aber tun, wenn dort plötzlichen horrende Abschlagssummen gefordert werden?

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Verbraucherschützer beobachten dies in zunehmender Zahl. Es „mehren sich derzeit Hinweise auf überhöhte Abschlagsrechnungen“, erklärte die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz am Mittwoch. „In manchen Fällen stellen die Versorger mehrere Hundert Euro mehr im Monat in Rechnung, als ihnen zustehen würde.“

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Abschlag muss sich am Verbrauch und am Preis orientieren

Die Verbraucherschützer wiesen darauf hin, dass die Versorger gesetzlich dazu verpflichtet sind, ihre Abschläge am durchschnittlichen Verbrauch und aktuellen Preis zu orientieren. Verbraucher sollten neue Abschlagsberechnungen daher genau prüfen und dafür den Vorjahresverbrauch und die aktuellen Strom- und Gaspreise heranziehen.

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Sind die Abschläge zu hoch, kann vom Versorger verlangt werden, dass er sie anpasst. Andernfalls muss der Versorger zwar ohnehin später entsprechende Rückzahlungen leisten. Die Verbraucherzentrale warnt jedoch, dass wegen der aktuellen Lage der eine oder andere Versorger bereits in ernster wirtschaftlicher Schieflage sein könnte. „Im Falle einer Insolvenz wäre das vorausgezahlte Geld verloren“, warnen die Verbraucherschützer.