Für ein glückliches Sexleben müssen beide Partner zufrieden sein. Foto: Imago/Panthermedia

Wohl jeder hätte gern ein glückliches, ausgewogenes, erfüllendes Sexleben – doch nicht bei allen Paaren funktioniert es mit den Schäferstündchen so, dass wirklich beide glücklich sind. Gut, dass es Sexperten gibt, denen Menschen mit erotischen Problemen ihr Leid klagen können. Die Sexologin Caroline Fux, die im Schweizer Magazin „Blick“ Tipps zu den Aktivitäten unter der Bettdecke gibt, sah sich jetzt mit einem besonderen Fall konfrontiert. Eine Frau klagt darüber, dass ihr Freund ihr ständig seinen Penis ins Gesicht streckt. Was die Sexpertin wohl rät?

Der Brief, den eine 26-Jährige an die Sexpertin schrieb, klingt dramatisch. „Mich stört schon länger an meinem Freund, dass wir in drei Jahren nur zwei Mal Sex hatten“, schreibt sie. „Sonst will er nur Blowjobs. Auch wie der Sex anfängt, stört mich. Ich habe jeweils ohne Vorwarnung seinen Penis im Gesicht. Er hat Angst, ich könnte sonst schwanger werden.“

Man muss über Sex reden, damit jeder auf seine Kosten kommt

Das klingt nach einem durchaus merkwürdigen Fall – doch die Sexologin hat auch für dieses Problem eine fachliche Analyse parat. Es sei verständlich, dass die Briefschreiberin in der sexuellen Routine bisher keine Erfüllung gefunden habe. „Für guten Sex braucht es nicht nur den Willen, zu geben, sondern auch Abstimmung und Absprachen. Und die scheinen bei euch bisher nicht oder zu wenig passiert zu sein“, schreibt Fux. „Dein Freund scheint Blowjobs als praktische Alternative zum Geschlechtsverkehr zu verstehen, weil er sich dann nicht um seine Ängste in Bezug auf eine Schwangerschaft kümmern muss.“

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Umso wichtiger sei es, dass die Frau ihm sagt, was genau sie braucht, um auf ihre Kosten zu kommen. „Damit eine Sexualität aufblühen kann, muss man ganz konkret darüber reden, was Lust macht und willkommen ist. Trag deshalb für dich zusammen, wie du dir schönen Sex vorstellst und was dir Befriedigung verschafft.“ Man müsse über alles sprechen – und klar vereinbaren, was passt und was nicht, was es auszuprobieren gilt. Und: Zur Bewältigung des Problems sei auch ein „kompetenter Umgang“ mit dem Thema Schwangerschaft wichtig. Fux: „Sprecht euch ab oder lasst euch auf einer Fachstelle beraten, damit ihr euch beim Sex entspannen könnt.“