Weil sie sich bei Gefahr einrollen und nicht flüchten, sind häufig Igel von Verletzungen betroffen. dpa/Armin Weigel

Ein kurz getrimmter Rasen mag Garten- und Grundstücksbesitzer erfreuen, aber moderne Mähroboter werden oft zu einer - auch tödlichen - Gefahr für Wild- und Haustiere. Regelmäßig kommt es zu Schnittverletzungen und grausamen Verstümmelungen, warnt die Tierschutzorganisation Vier Pfoten. Alle, die es also mit Tieren halten, sollten daher Mähroboter nur unter persönlicher Aufsicht einsetzen oder ganz darauf verzichten. Vor allem aber sollte man vor dem Einschalten der kleinen Mähmaschinen seinen Garten gründlich nach Tieren absuchen.

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Gerade Igel sind stark gefährdet. Sie flüchten nicht, rollen sich bei Gefahr nur zusammen, vertrauen auf ihr Stachelkleid. Und gerade deshalb kommt es bei den Stacheltieren häufig zu Verletzungen, wenn per Roboter gemäht wird. Auch Amphibien und Eidechsen – fast immer streng geschützt – werden leicht zu Opfern. Und was so mancher vielleicht gar nicht bedenkt: Auch die eigene Katze und der Hund sind nicht sicher. Für sie sollte der Garten tabu sein, solange der Mähroboter im Einsatz ist.

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Stiftung Warentest: Mähroboter mit Fliehkraft-Messern kaufen

Da Igel in der Dämmerung und nachts aktiv sind, rät die Stiftung Warentest die häckselnden Helferlein nur tagsüber laufen zu lassen und Roboter mit Fliehkraft-Messern zu wählen. Bei diesen Mähern werden die wenige Zentimeter langen Messer beim Mähen durch die Fliehkraft nach außen gedrückt und sensen das Gras ab. Treffen sie auf ein Hindernis, klappen sie weg, Verletzungen können so vermieden werden. Große feststehende Klingen mähten zwar besser, kommen aber auch langsamer zum Stillstand.

Am besten sei es aus Sicht der Tierschützer von Vier Pfoten, den Rasen ohnehin wachsen zu lassen: Denn neben der unmittelbaren Gefahr bedeuten Roboter auch eine Bedrohung der Nahrungsgrundlage für viele Tiere. Ist der Rasen dauerhaft kurz, finden Insekten, Spinnen und Schnecken keinen Lebensraum. Darunter leiden wiederum Vögel und Igel.