Es ist wirklich ein gruseliger Gedanke: Kurz nach dem Aufwachen am Morgen finden Sie Ihr Kopfkissen voller Haare vor. Der erste Gedanke: Haarausfall. Gut die Hälfte aller Männer sind von der ein oder anderen Art der sogenannten Alopezie betroffen. Bei den Frauen leiden etwa 20 Prozent unter Haarausfall. Die Gründe hierfür sind so verschieden wie die Arten des Haarverlustes. Denn die Haare gehen einem nicht unbedingt nur am Kopf aus, sondern auch an anderen Körperstellen. Wir haben einige der gängigsten Ursachen der Alopezie und was Sie dagegen unternehmen können, an dieser Stelle für Sie zusammengefasst.

Was ist Alopezie?

Dass Sie täglich Haare verlieren, ist etwas völlig Normales. Dem Menschen gehen pro Tag rund 100 Haare aus. Darüber brauchen Sie sich jedoch keine Sorgen zu machen, denn diese Haare wachsen in der Regel wieder nach. Grund hierfür ist der sogenannte Haarzyklus, der die Wachstumsphasen des Haarfollikels bestimmt.

Geht der Haarverlust allerdings regelmäßig und weit über die 100 Haare pro Tag hinaus, kann man bereits von einer Alopezie sprechen. Sie stellen möglicherweise fest, dass Sie vermehrt Haare auf dem Boden und auf Ihrer Kleidung finden oder dass Ihre Haare immer lichter werden.

Das ist vor allem, aber nicht nur, bei Männern mittleren Alters ein gefürchtetes Szenario, denn der Verlust des dichten Haupthaars kommt in unserer Gesellschaft mit einigen Stigmata daher. Auf der einen Seite wird es häufig als kosmetischer Makel gesehen, auf der anderen Seite wird ungewöhnlicher Haarausfall häufig mit Krankheit gleichgesetzt. Besonders Frauen und Kinder können unter dem sozialen Druck stark leiden.

In diesem Fall sollten Sie sich an einen Arzt wenden, um die Ursachen für den Haarausfall zu ermitteln. Der kann einem beispielsweise bei der geeigneten Wahl der Therapie zur Seite stehen. Eine gute Adresse in diesem Zusammenhang ist beispielsweise das Zentrum für moderne Haartransplantation in Berlin, das auf modernste Methoden setzt.

Ursachen für den Haarausfall

Die Gründe, die eine Alopezie verursachen können, sind wirklich vielfältig. Dabei wird in der Regel zwischen drei verschiedenen Arten unterschieden.

Androgenetische Alopezie: Diese Art kommt vor allem bei Männern am häufigsten vor. In etwa 80 Prozent der Fälle handelt es sich um diese Art des Haarausfalls, die genetisch bedingt ist. Die Ursache ist sowohl für Frauen als auch für Männer gleich. Testosteron sorgt nämlich dafür, dass die Haare ausgehen. Männer können schon relativ früh darunter leiden. Meist beginnt der Haarausfall im Bereich Schläfe oder am Hinterkopf. Bei Frauen beginnt der erblich bedingte Haarverlust jedoch erst mit etwa 50 Jahren, mit den Wechseljahren. Bei ihnen gehen die Haare im Bereich des Scheitels aus.

Kreisrunder Haarausfall: Überall am Kopf können sich runde Stellen bilden, an denen die Haare ausgehen. Der kreisrunde Haarausfall ist jedoch nicht nur auf den Kopf begrenzt. Auch andere Körperregionen können betroffen sein. Dabei handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung, die plötzlich auftreten kann. Der Körper sieht dabei die Haare als Fremdkörper an und stößt sie ab.

Diffuse Alopezie: Dieser Art des Haarausfalls beschränkt sich nicht auf einzelne Stellen. Das Haar auf dem Kopf wird insgesamt immer dünner. Die Ursachen hierfür sind vielfältig. So können beispielsweise Stress, eine ungesunde Haarpflege, eine Schwangerschaft, Hormonpräparate oder andere Medikamente, Eisenmangel, eine ungesunde Ernährung oder Krankheiten eine Rolle spielen.

Lebensumstellung bei diffusem Haarausfall

Wie bereits erwähnt, sind die Ursachen bei der diffusen Alopezie eher von äußerer Natur. Oft kann es sogar bereits helfen, wenn Sie Ihre Lebensgewohnheiten umstellen. Vermeiden Sie beispielsweise Stress auf der Arbeit. Gönnen Sie sich immer wieder Pausen und nehmen Sie Ihren Feierabend ernst.

Drehen Sie an Ihrer Ernährung. Der Alltag ist heutzutage oft so stressig, dass gesundes Essen häufig vernachlässigt wird, weil es nun mal schnell gehen muss. Versuchen Sie stattdessen gesund, saisonal und frisch zu essen. Achten Sie dabei auf eine eisenreiche Ernährung. Ihre Haare und Ihr Körper werden es Ihnen danken.

Versuchen Sie regelmäßig Sport zu machen und ausreichend zu schlafen. Auch das kann Ihren Haarwuchs sowie Ihre körperliche Gesundheit positiv beeinflussen.

Haartransplantation bei starkem Haarausfall

Wenn die Alopezie schon sehr weit fortgeschritten und keine Besserung in Sicht ist, kann es sinnvoll sein, über eine Haartransplantation nachzudenken. Vor allem bei erblich bedingtem Haarausfall kann es eine Möglichkeit für Sie sein, um wieder an Ihre volle Haarpracht zu gelangen.

Wichtig ist, dass noch ausreichend intakte Haarfollikel auf ihrem Kopf vorhanden sind, beispielsweise an den Seiten oder am Hinterkopf. Diese Follikel werden dann entnommen und an den kahlen Stellen wieder eingepflanzt.

Im Vorfeld einer solchen Behandlung sollten Sie sich jedoch gut beraten lassen, da der Eingriff nicht ganz billig ist. Zwischen 2.000 und 8.000 Euro kann die komplette Transplantation kosten. Der genaue Preis ist abhängig von der Anzahl der transplantierten Haare.

Therapiemethoden neben der Transplantation

Neben dem Verpflanzen intakter Haare gibt es mittlerweile jedoch auch weniger drastische Therapiemethoden, wie beispielsweise die Low-Level-Lasertherapie, mit der das Wachstum der Haarwurzeln stimuliert werden soll. Die Kopfhaut wird dabei mit einem schwachen Laser bestrahlt.

Bei der PRP-Therapie handelt es sich um eine Art Eigenbluttherapie, bei der ebenfalls das Wachstum der Haare angeregt werden soll. Ähnlich funktioniert eine Therapie mit Stammzellen.

Um den genetischen Haarausfall zu stoppen und das Wachstum neuer Haare anzuregen, haben sich im Laufe der Jahre zwei bestimmte Medikamente als mehr oder weniger wirksam herausgestellt. Minoxidil ist in der Apotheke sogar rezeptfrei erhältlich, allerdings ist die Wirksamkeit eher gering. Besser ist das Mittel Finasterid in einer hohen Dosierung. Dazu müssen Sie jedoch einen Arzt aufsuchen.

Ein Heilmittel, das gegen alle Formen des Haarausfalls wirkt, zu finden, ist relativ schwierig. Suchen Sie zuallererst einen Arzt oder einen Spezialisten auf, mit dem Sie feststellen können, um welche Art des Haarausfalls es sich bei Ihnen handelt. Dann erst können weitere Schritte eingeleitet werden.