Wie bewahrt man Lebensmittel richtig auf? Mit den Tipps vom KURIER wird das zum Kinderspiel. imago

Wann haben Sie zum letzten Mal etwas zu essen weggeworfen? Weil es übrig geblieben ist, weil das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen war oder weil Sie sich schlicht nicht sicher waren, ob es noch gut ist… Wenn Sie diese Frage nicht mit gestern oder heute beantwortet haben, gehören Sie zu den ganz wenigen Menschen in Deutschland, die versuchen der Lebensmittelverschwendung entgegen zu wirken. Der 2. Mai ist Tag der Lebensmittelverschwendung, weil statistisch gesehen alle bis dahin weltweit produzierten Lebensmittel weggeworfen werden. Etwa ein Drittel aller Lebensmittel, die produziert werden landen im Müll. Wahnsinn! Der KURIER erklärt, wie lange Lebensmittel wirklich haltbar sind und wie man sie am besten lagert.

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Brot und Brötchen: Die lagert man bei Raumtemperatur. Brötchen bleiben in einer Papiertüte länger frisch. Oder legen Sie sie ebenso wie Brot in einen Brotkasten. „Der Brotkasten sollte auf jeden Fall wöchentlich mit Essigwasser gesäubert werden, um eine Schimmelbildung zu verhindern“, rät die Verbraucherzentrale. Tipp:  Brot und Brötchen lassen sich super einfrieren und schmecken nach dem Aufbacken knackfrisch.

Wurst und Aufschnitt: Wurstaufschnitt gehört in eine dicht schließende Verpackung. Dann kommt diese in das unterste Fach des Kühlschranks, also direkt auf die Glasplatte. Tipp: Holen Sie immer nur die benötigte Menge an Aufschnitt aus dem Kühlschrank. Steht der Aufschnitt längere Zeit auf dem Esstisch in der Wärme, beschleunigt das den Verderb.

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Fleisch besser am Stück kaufen

Käse und Milch: Ein Stück Käse ist länger haltbar als Scheibenkäse. Er sollte allerdings nicht luftdicht verpackt sein. „Verwenden Sie frisch geriebenen Käse gleich. Durch die größere Oberfläche ist er anfälliger für Schimmel“, rät die Verbraucherzentrale. Bei Milch ist es vor allem wichtig, den Deckel immer gut zuzuschrauben, da Milch schnell den Geschmack anderer Lebensmittel annimmt. Achtung: H-Milch kann verderben, ohne dass sie sauer riecht oder ausflockt. Daher sollten Sie geöffnete H-Milch innerhalb von 3 bis 4 Tagen verbrauchen.

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Fleisch und Fisch: Je größer die Oberfläche, wie zum Beispiel bei Gulasch, Geschnetzeltem und ganz besonders bei Hackfleisch, desto besser können sich die Mikroorganismen vermehren. Der Verderb tritt bei Lagerung im Kühlschrank spätestens nach ein bis zwei Tagen ein. Tipp: Das gleiche Fleisch ist als großes Stück deutlich länger haltbar. Bei Fisch gilt: Stellen Sie den frischen Fisch sofort nach dem Einkauf z.B. in eine Glasschale mit einem Deckel in die kälteste Zone im Kühlschrank. Verarbeiten Sie Frischfisch möglichst am Einkaufstag, spätestens jedoch am folgenden Tag.

dpa
Obst und Gemüse sollte möglichst zeitnah gegessen werden.

Gemüse: Bis auf Kartoffeln, Knoblauch, Möhren, Kohl und Zwiebeln sind die meisten Vitaminbomben leider nicht lange haltbar.  Artischocken, Blattsalate, Blumenkohl, Brokkoli, Erbsen, Kohlgemüse, Kohlrabi, Kräuter (außer Basilikum), Lauch, Möhren, Pilze, Radieschen, Rote Beete, Sellerie, Spargel, Spinat und Zuckermais sind allerdings Kälteverträglich. Ihre Haltbarkeit kann im Kühlschrank verlängert werden. Auberginen, Gurken, Paprika, Tomaten und Zucchini sollte man hingegen dunkel und bei Zimmertemperatur lagern. Ausnahme: Im Mehrzonenkühlschrank können im sogenannten Kellerfach liegen.

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Auch Konserven sind nicht ewig haltbar

Obst: Mit Ausnahme von Äpfeln ist Obst meist leider nur wenige Tage haltbar. Und Vorsicht: Ananas, Avocados, Bananen, Granatäpfel, Grapefruits und  Mandarinen haben im Kühlschrank nichts verloren.

Konserven: Sie sind lange haltbar, aber nicht ewig. Deshalb gilt bei der Lagerung von Konserven vor allem das Prinzip, zuerst zu essen, was zuerst gekauft wurde. Sortieren sie dafür die neu gekauften Dosen immer hinten ein. Die Verbraucherzentrale rät: „Konservendosen dürfen äußerlich keine Veränderung aufweisen wie Deckel oder Boden gewölbt (Bombage) oder verrostet sein. Wenn dies der Fall ist, sollten Sie das Produkt nicht mehr verwenden.“