Stinkwanzen und Baumwanzen krabbeln gerade in der Herbstzeit in Wohnungen. imago/Panthermedia

Gerade jetzt in den Herbsttagen kommt so mancher Krabbler auf der Suche nach einem warmen Plätzchen unbemerkt in die Wohnung. So auch die lästigen Baumwanzen und Stinkwanzen. Häufig sitzen die Tiere an Wänden, aber auch in Spalten und Hohlräumen in Wänden oder Fensterrahmen suchen sie Schutz.

Die Wanzen verhalten sich unauffällig, sind für den Menschen auch ungefährlich und beißen nicht. Aber sie verraten sich leicht durch ihren fürchterlich faulig riechenden Gestank, den die Krabbler in Form eines Sekrets verbreiten. Dieser dient ihnen zur Kommunikation untereinander. Aber Vorsicht! Bei Kleinkindern und empfindsamen Menschen kann das Sekret allergische Reaktionen hervorrufen.

Stinkwanzen locken Artgenossen in die Wohnung

Die Stinkwanzen im Haus zu lassen, kann böse Folgen haben: Denn die Tiere suchen sich in der Wohnung ein sicheres Versteck und locken dann auch andere Wanzen durch ihre Duftstoffe in das gefundene Winterquartier. 

Doch wie wird man die Krabbler wieder los? Denn auch wenn sie berührt oder zerdrückt werden, sondern die Wanzen ihr stinkendes Sekret ab. Weil sie sich damit wehren können, haben sie in der Natur so gut wie keine Fressfeinde. 

Um die Tiere aus der Wohnung zu entfernen, muss man also vor allem eins vermeiden: Sie dürfen sich nicht bedroht fühlen und sich mit dem Sekret zur Wehr setzen müssen.

Mischung aus Essig und Spülmittel hilft

Um die Baumwanzen fernzuhalten, kann man eine Mischung aus Essig, Wasser und Spülmittel mit einer Sprühflasche dort verteilen, wo sich die Tiere aufhalten. Der Duft treibt sie dann in die Flucht.

Bloß nicht mit dem Staubsauger anrücken!

Auf keinen Fall sollte man die Krabbler mit dem Staubsauger aufsaugen. Das tötet die Wanze und selbst dann stößt sie noch das stinkende Sekret ab, das dann das Gerät übel riechen lässt.

Am besten stülpt man einfach ein Wasserglas über das Tier, schiebt eine Postkarte darunter, damit es nicht entwischen kann und setzt es so wieder zurück ins Freie.

Und wichtig ist es, früh zu handeln. Die Wanzen könnten sich nämlich sehr schnell vermehren.