Auch bei Spülmaschinen ist einiges zu beachten.
Auch bei Spülmaschinen ist einiges zu beachten. IMAGO/YAY Images

Es ist der vielleicht häufigste Diskussionspunkt in vielen Familien. Wie wird die Spülmaschine am besten eingeräumt? Wir haben alle wichtigen Tipps für Sie zusammengestellt - und beantworten dabei auch die ewige Frage: Kopf nach oben oder Kopf nach unten – wie räumt man das Besteck am besten in den Korb?

Kein Witz: Es soll Familien geben, die sich bei der Anschaffung einer Spülmaschine für eine Besteckschublade entschieden haben, um die Debatten über den richtig eingeräumten Korb zu beenden.

Ein bisschen wichtiger ist aber wohl: Mit den richtigen Tricks wird das Geschirr wirklich sauber und Sie sparen Energie und Geld und schonen die Umwelt.

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Spülmaschine – allgemeine Tipps:

DAs Geschirr immer so einräumen, dass die Sprüharme der Maschine nicht blockiert werden. Diese sind fast immer über den Körben angebracht.

Groben Schmutz und Essensreste müssen Sie entfernen, ehe Sie das Geschirr in die Maschine geben. Sonst droht das Sieb zu verstopfen.  Unsinn ist es aber, Geschirr und Besteck grundsätzlich mit der Hand vorzuspülen. Das verbraucht unnötig viel Wasser. Wenn die Maschine richtig eingeräumt wird, ist das komplett unnötig. Dann schafft der Geschirrspüler es auch ohne Vorspülen.

Apropos Umwelt: Achten Sie darauf, dass Spülmittel und Klarspüler ökologisch abbaubar sind!

Im unteren Korb ist es klug, die höheren und größeren Gegenstände wie Teller und große Schüsseln zuerst einzuräumen. Mit kleinen Teilen lassen sich dann die Lücken füllen.

Wann immer möglich wechseln Sie große und kleine Teile ab. So kommt das Wasser überall gut hin und wird besser sauber.

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Eine effizient beladene Spülmaschine spart Wasser und Energie.
Eine effizient beladene Spülmaschine spart Wasser und Energie. IMAGO/agefotostock

Spülmaschine einräumen – Teller, Gläser und Schüsseln:

Es empfiehlt sich, Gefäße mit Öffnungen grundsätzlich nach unten auszurichten. Sonst sammelt sich darin das schmutzige Wasser.

Teller ordnen Sie am besten immer in die gleiche Richtung an, die Oberfläche sollte also immer in die gleiche Richtung zeigen. Sie sollten immer leicht schräg angeordnet sein, damit das Wasser von Einkerbungen und anderen Unebenheiten ablaufen kann. Gleiches gilt natürlich auch für keine Schüsseln.

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Spülmaschine einräumen – Besteck und Kleinteile:

Alle Kleinteile gehörden in den Besteckkorb (oder die Besteckschublade). Dazu gehören zum Beispiel auch Flaschenverschlüsse.

Über die Frage, wie Messer, Gabeln und Löffel im Besteckkorb am besten sauber wird, sind sogar schon wissenschaftliche Arbeiten geschrieben worden. Ganz abgesehen von den Debatten zwischen Paaren zu diesem Thema, die schon Ehen zerstört haben sollen. Also, was ist denn nun richtig: Besteck mit der Spitze nach oben oder nach unten?

Die Antwort ist eindeutig: Beides! Kein Witz. Löffel, Messer und Gabel sollten im Wechsel einsortiert werden. Dann, so beweisen die Studien, bricht sich das Wasser in der Spülmaschine am intensivsten – und das Besteck wird besser sauber.

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Aus Sicherheitsgründen sollten lediglich sehr spitze Teile (wie Messer) grundsätzlich mit der Spitze nach unten eingeräumt werden

Was nicht in die Spülmaschine sollte:

Messing, Kupfer und Silber: Besteck  aus diesen Materialien kann im Geschirrspüler durch Oxidation schwarz anlaufen.

Kristallgläser und zerbrechliche Gläser: Kristall kann in der Spülmaschine milchig anlaufen, sehr dünnes Glas kann brechen.

Holz: Küchenutensilien aus Holz leiden in der Spülmaschinen. Sie können aufquellen, Risse bekommen oder brechen.

Scharfe Messer: Scharfe Messer sollten Sie von Hand spülen. Die Klingen leiden unter Temperatur und Reinigungsmittel.

Beschichtete Pfannen und Töpfe: Spülmaschinensalz, Reinigungsmittel und Wasserdruck in der Spülmaschine können die Beschichtung von Töpfen und Pfannen beschädigen.

Verziertes Geschirr: Auch bemalte Tellern oder Tassen können in der Maschine abblättern oder verblassen.

Bestimmte Kunststoffe: Viele dünne Boxen aus Kunststoff vertragen die Hitze im Geschirrspüler nicht. Sie verformen sich dann und werden unbrauchbar. Vor allem, wenn eine gelbliche Färbung auftritt, sollten Sie Kunststoff-Teile sofort entsorgen. Dann haben sich vermutlich Weichmacher gelöst. Und die sind gesundheitsschädlich!

Spülmaschine einräumen – noch ein paar Tipps

Sie sollten den nicht überladen. Bei allem Ehrgeiz, was effizientes Einräumen angeht: zu voll ist zu voll. Dann kommt das Wasserv nicht mehr überall hin und sie müssen per Hand nachspülen. Am Ende verbrauchen Sie so mehr Energie und Wasser.

Räumen Sie die Spülmaschine nicht nur bis zur Hälfte ein. Umgekehrt sollten Sie die Maschine auch nicht halbvoll laufen lassen. Auch nicht mit so genannten Sparprogrammen. Auch nicht Energieeffizienzklasse A+++! Der Verbrauch steht trotzdem in keinem Verhältnis.

Vermeiden Sie Spülmaschinentabs mit Plastikfolie. Gerne werden einzelne Tabs in Plastikfolie verpackt. Die löst sich dann auf und landet als Mikroplastik im Abfluss. Diesen Müll können Sie vermeiden, indem Sie plastikfreie Tabs benutzen. Übrigens: In sogenannten Multifunktionstabs sind im Gegensatz zu Monotabs bereits Klarspüler und Spülmaschinensalz enthalten.

Und auch beim Ausräumen der Spülmaschine gibt es einiges zu beachten:

Räumen Sie immer als erstes den unteren Korb de Spülmaschine aus. Sonst tropfen Wasserreste von oben in die untere Etage.

Halten Sie stets ein Geschirrtuch bereit. Ein kurzer Wisch verhindert Wasserflecken.

Ist das Spülprogramm beendet sollten Sie die Klappe der Maschine mindestens für einen Spalt öffnen. So kann die Feuchtigkeit entweichen, das Geschirr kühlt schneller ab und trocknet. Einige moderne Spülmaschinen machen das inzwischen automatisch.

Warte Sie unbedingt bis Geschirr abgekühlt ist. Denn: Heißes Geschirr ist stoßempfindlicher!

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