Die Gemeine Spinnmilbe legt feine Gespinste an der Pflanze an. Die Fäden kann man erkennen, wenn man die Pflanze mit einem Zerstäuber besprüht. Imago/agefotostock

Spinnmilben werden bei trockener Heizungsluft richtig munter, weshalb sie sich gerade im Laufe des Winters häufig auf Zimmerpflanzen verbreiten. In der warmen Stube fühlen sich die Schädlinge so wohl, dass sie sich schnell vermehren. Die Winzlinge saugen an den Blättern der Pflanzen, bis diese absterben.

Wie Sie Spinnmilben erkennen und wie Sie sie wieder loswerden

Die Gemeine Spinnmilbe (Tetranychus urticae) – das ist die verbreitetste Spinnmilbe –  ist sehr klein, sie wird gerade mal einen halben Millimeter groß. Mit bloßem Auge also kaum zu erkennen. Spinnmilben haben eine ovale Körperform, sind gelblich-grün, rot oder braunschwarz und halten sich vor allem an der Unterseite der Blätter auf.

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Wie erkenne ich Spinnmilben an Pflanzen?

Einen Befall mit Spinnmilben kann man an kleinen, gelblich-weißen Sprenkeln an den Blättern der Pflanze erkennen. Diese entstehen, wenn die Schädlinge mit ihren Saugstacheln die Pflanzenzellen anstechen und aussaugen. Fehlt dann der Pflanze der Saft, werden die Blätter erst fahl, dann gelblich und vertrocknen schließlich vollständig. Zum Teil sind befallene Pflanzen mit sehr feinen Gespinsten überzogen, so schützen sich die Spinnmilben.

Einen Befall mit Spinnmilben kann man an kleinen, gelblich-weißen Sprenkeln an den Blättern der Pflanze erkennen. Imago/Imagebroker

Wie beuge ich Spinnmilben vor?

Weil die Spinnmilben eben trockene Luft lieben, sollte die Luftfeuchtigkeit in der Umgebung der Pflanzen erhöht werden. Man kann die Pflanzen regelmäßig mit Wasser einsprühen. Hilfreich ist auch, einen etwas breiteren  Untersetzer mit Wasser unter die Pflanze zu stellen. Das Wasser verdunstet und befeuchtet somit die Luft an der Pflanze. Aber Achtung, es darf keine Staunässe entstehen, die die Wurzeln faulen lässt.

Der Wassernebel aus der Sprühflasche erhöht die Luftfeuchtigkeit um die Zimmerpflanze herum. Das schützt sie vor Spinnmilben. dpa/Christin Klose

Wie wird man Spinnmilben wieder los?

Wer den Schädlingen samt Pflanze nicht mit der Chemiekeule zu Leibe rücken will, wendet diese Methode an: Die befallene Pflanze vorsichtig in der Dusche abbrausen, besonders an den Unterseiten der Blätter. Dann die durchfeuchtete Pflanze in einen durchsichtigen Müllbeutel packen. Mit einer Sprühflasche noch Wassernebel dazugeben.

Den Beutel zubinden und die Pflanze zirka zwei Wochen so stehen lassen. In diesem „Beutel-Gewächshaus“ ist die Luftfeuchtigkeit so hoch, dass die Spinnmilben spätestens nach zwei Wochen absterben.

Sind mehrere Pflanzen betroffen, ist diese Methode womöglich zu aufwändig. Dann kann man zu Mitteln gegen Schildläuse greifen. Es gibt im Handel auch umweltverträgliche Produkte etwa auf Rapsölbasis. Das Öl verklebt die Atemwege der Spinnmilben und sie ersticken.

Spinnmilben mit Raubmilben bekämpfen

Die Spinnmilben haben in den Raubmilben natürliche Feinde, die man zur Bekämpfung einsetzen kann. Diese Methode ist eher für den Wintergarten geeignet. Die Raubmilben (Phytoseiulus persimilis) sind kaum größer als Spinnmilben und man kann sie im Fachhandel kaufen. Sie werden auf die befallenen Pflanzen gesetzt, wo sie dann die Spinnmilben und deren Eier und Larven aussaugen. Nach und nach werden die Spinnmilben weniger.

Aber Achtung! Die Raubmilben mögen es warm und feucht. Deshalb die Pflanze per Sprühnebel immer wieder befeuchten.