Alpenveilchen blühen vom Herbst bis in das Frühjahr hinein - sie sind also die perfekten Zimmer- und Gartenpflanzen für die Wintersaison. Imago Images

Typischerweise erstrahlt das Alpenveilchen in Purpur - einer Farbe, die aufgrund ihres wertvollen Farbstoffs im Mittelalter den Adeligen vorenthalten war. Kein Wunder also, dass die Zimmerpflanze mit ihren schmetterlingsförmigen Blüten einst der Liebling des europäischen Adels war. Heutzutage ist das Alpenveilchen für Jedermann erhältlich und verschönert in Violett, Pink, Rosa, Rot und Weiß wirklich jedes Zuhause. Damit sie auch dort richtig schön blühen, hier vier Pflegetipps von Profis.

Profi-Tipp 1: Zimmer-Alpenveilchen mögen es kühl

Kühle Veranden, Wintergärten oder Hausflure müssen im Winter nicht kahl bleiben: Das Zimmer-Alpenveilchen (Cyclamen persicum) fühlt sich bei Temperaturen zwischen 13 und 16 Grad richtig wohl. Im warmen Zimmer überlebt es allerdings oft nicht, da es mehr als 20 Grad nur schlecht verträgt, erklärt der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde (BDG).

Zu Unrecht ist das Alpenveilchen etwas in Vergessenheit geraten, findet der BDG. Seine lange Blütezeit vom Herbst bis ins Frühjahr hinein bringt Farbe in die dunkle Jahreshälfte. Die roten bis violetten oder weißen Blüten setzen sich schön von den tiefgrünen Blättern ab.

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Profi-Tipp 2: Beim Alpenveilchen den Untersetzer mit Wasser füllen

Grundsätzlich ist das Primelgewächs aus Kleinasien pflegeleicht. Beim Gießen rät der BDG jedoch zu etwas Sorgfalt: Die kleinen Blumen sollten zwar nicht austrocknen, aber stets nur mäßig gegossen werden. Wichtig ist hierbei, nur die Erde zu wässern und die Gießkanne nicht über der Pflanze anzusetzen. Denn die zarten Blüten- und Blattstiele faulen schnell, wenn sie zu nass werden.

Alpenveilchen benötigen viel Wasser. Ihr Topfballen sollte immer leicht feucht sein. Da die Pflanzen es bevorzugen, die Flüssigkeit von unten aufzunehmen, rät das Blumenbüro in Essen, den Untersetzer stets mit Wasser aufzufüllen. Lassen Alpenveilchen ihre Blätter herabhängen, ist dies in der Regel ein Zeichen dafür, dass sie mehr Flüssigkeit brauchen. Verwelkte Blätter und Blüten sollte man entfernen. Das regt die Blütenbildung an.

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Alpenveilchen überwintern sogar im Garten. Imago Images

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Profi-Tipp 3: SO entfernen Sie welke Blätter richtig

Alpenveilchen sind ansonsten recht pflegeleicht. Ab und zu sollte der Hobbygärtner verwelkte Blätter und Blüten entfernen, indem er den Stiel kurz über der Knolle vorsichtig mit der Hand herausdreht.

Profi-Tipp 4: Alpenveilchen können auch draußen überwintern

Viele Alpenveilchen können auch draußen im Beet und in Kübeln wie Balkonkästen an halbschattigen und schattigen Standorten wachsen. Der ZVG rät hier zu Midi-Sorten mit einer dauerhaften Blüte. Andauernden Frost vertragen die Pflanzen allerdings nicht. Winterhart sind nur spezielle Gartenarten, die oftmals als Stauden dauerhaft im Beet bleiben können.

Kleinwüchsige Alpenveilchen blühen von August bis Dezember. Abgehärtete Exemplare können im Freien bleiben und vertragen sogar Bodenfrost mit bis zu minus drei Grad, erläutert der Bundesverband Einzelhandelsgärtner. Dabei bringen die Veilchen eine Vielzahl an Blüten hervor: Pro Saison bilde jede Pflanze bis zu 100 Blütenstiele.