Das sind die Zutaten für die gefärbten Eier im Zwiebelschalensud: Eier, Zwiebelschalen, Blüten, Blätter sowie Feinkniestrümpfe. Christin Klose/dpa

Es gibt etwas, um das Familien mit Kindern in diesen Tagen nicht herum kommen: Ostereier färben. Denn der große Spaß im Gras funktioniert nur, wenn es auch genügend bunte Eier zum Verstecken und Finden gibt. Ob gekocht, gefärbt oder ausgepustet: Zu Ostern schnellt der Eierverbrauch daher traditionell in die Höhe. Hier finden Sie Tricks und Tipps, für ihre ganz persönliche Ostereierei.

Fertig gefärbte Eier sind oft von Käfighühnern

Weil die bunten schon fertig gefärbten Eier im Supermarkt oft Eier von Käfighühnern sind, die ein elendes Dasein haben, lohnt es sich, selber zur Tat zu schreiten und zu färben. Mit welchen Farben man es bunt treibt, ist Ihnen überlassen.

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Herkunft der Ostereier checken

Gerade zu Ostern lohnt sich vor dem Eier-Kauf zuerst ein Blick auf den Aufdruck. Wer Eier von glücklichen Hühnern suchen will, kann das am Stempel auf dem Ei ablesen. Die erste Ziffer steht für die Haltungsform, wobei 0 die ökologische Haltungsart kennzeichnet, die besonders hühnerfreundlich ist. Die Ziffer 1 steht für Freilandhaltung, 2 für Bodenhaltung und 3 für Käfige, wobei Käfigeier inzwischen den geringsten Anteil ausmachen. Die Buchstaben nach dem Bindestrich geben Auskunft über das Herkunftsland, etwa DE für Deutschland oder NL für die Niederlande. Zuletzt folgt die Kennung des Herstellerbetriebs.

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Die fertigen bunten Eier im Supermarktregal sind aber oft Käfigeier. Achtung: hier gilt, dass gekochte und gefärbte Eier keinen Stempel tragen müssen.

Besonders gut lassen sich weiße Eier färben. dpa

Ist das Ei noch frisch? So finden Sie es heraus

Und so erkennen Sie ob ein Ei frisch ist: Tauchen Sie das Ei in ein Glas mit Wasser. Ein frisches Ei bleiben am Boden. Ältere Eier richten sich teilweise auf oder steigen langsam nach oben. Grund dafür ist die Luftkammer im Ei, die umso größer wird, je älter das Ei ist. Schwimmt es unter der Wasseroberfläche, ist es mindestens vier Wochen alt und für den Verzehr nicht mehr geeignet.

So färben Sie Ostereier mit künstlichen Farben

In Drogerien und Supermärkten gibt es ein breites Angebot an Ostereier-Farben. Brausetabletten, Stifte, Malkästen werden angeboten. Alle Farben im Handel sind für Lebensmittel zugelassen. Für die meisten dieser Angebote brauchen Sie Essig zum Färben, am besten gleich beim Kauf mit besorgen.

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So färben Sie Eier mit Naturfarben

Noch natürlicher wird es, wenn Sie die Eier mit Farben aus der Natur färben, wie früher.  Rote Bete und rote Zwiebelschalen ergeben prima Rottöne. Schwarzer Tee, Zwiebel- und Walnussschalen sowie Kurkuma sorgen für Farbtöne von goldgelb bis braun.

Am besten lassen sich hier weiße Eier färben. Bei Braun und Rottönen eignen sich aber auch die braunen Eier.

Grün werden Eier durch Spinat, Minze, Matetee oder Petersilie und blau bis lila durch Rotkohlblätter oder Holundersaft. Der Sud aus einem halben Liter Wasser, einem Schuss Essig und 250 Gramm Pflanzenteilen sollte 30 bis 45 Minuten kochen, bevor die Eier hineingegeben werden. Am besten lassen Sie die Eier dann über Nacht färben, dann wird die Farbe intensiver. Gut getrocknet reiben Sie die Eier mit etwas Öl ein, damit sie glänzen.

Nach rund 10 Minuten im kochenden Zwiebelschalensud werden die Eier samt Blüten und Blätter aus den Feinkniestrümpfen entfernt. Christin Klose/dpa

Besonders hübsch: Eier färben mit Muster

Wer es etwas aufwendiger mag, gibt die Eier mit Blüten oder Blättern, die scharfe Konturen haben in einem Feinstrumpf in den Färbesud. Dort wo die Blüte sitzt, nimmt das Ei keine Farbe an und es entsteht ein weißer Abdruck. Hierfür eignen sich Blätter oder auch Federn und das Färben mit Zwiebelschalen. Binden Sie den Strumpf der sich fest an das Ei schmiegt mit Bindfaden gut fest zu.

Und so funktioniert's:

Zuerst füllt man einen großen Topf mit Wasser, gibt die Zwiebelschalen hinein und kocht das Ganze ca. 10 Minuten. Je nach Kochdauer und Schalenmenge intensiviert sich die Farbe des Sudes und die spätere Eierfarbe.

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In der Zwischenzeit bindet man die Blüten und Blätter, etwa von Gänseblümchen, Kräutern, Buchsbaum oder Löwenzahn, auf die Eier . Man sollte darauf achten, flache Blüten ohne Knubbel zu verwenden. Sind die Eier eingebunden, werden sie im Zwiebelsud etwa 10 Minuten gekocht. Anschließend gibt man die Eier in ein Sieb, das in einer Schüssel steht und schreckt sie ab. Danach abtropfen lassen und die Eier von den Strümpfen befreien. Die Blüten können abgerieben oder gezupft werden.

Eier-Trick für Kreative

Für besonders kreative Ergebnisse sorgt der Gummibänder-Trick: Dazu die bereits gekochten Eier mit einem Gummiband überziehen. Dann entstehen neben der Farbe weiße Streifen.

Wie lange sind gekochte Eier haltbar?

Bei Eiern fürs Osternest ist darauf zu achten, dass sie beim Kochen oder beim Abschrecken keine Risse bekommen. Ist die Schale beschädigt, können Keime eindringen, und die Eier verderben schneller. Sie sollten dann in den Kühlschrank gelegt und innerhalb weniger Tage gegessen werden.

Ansonsten halten sich gekochte und selbst gefärbte Eier bei Zimmertemperatur bis zu vier Wochen. Abgeschreckte Eier sollten nach zwei Wochen verzehrt sein. Gefärbte Supermarkteier sind mit einem speziellen Schutzlack behandelt und mehrere Wochen haltbar, sofern die Schale intakt ist. Eine bläulich-grüne Verfärbung des Eidotters ist übrigens nicht schädlich, sie entsteht bei langen Kochzeiten.

epd
Das gehört zu Ostern einfach dazu: Ostereier selber bemalen oder färben.