Eine Mitarbeiterin des Gesundheitswesens zieht eine Spritze mit einem Impfstoff gegen das Coronavirus auf. Seit dem 1. April 2021 sollen mobile Impfstationen die Eindämmung des Coronavirus in Peking beschleunigen.  Foto: dpa/Zhang Yuwei

Auch China hat seit Beginn der Corona-Pandemie mehrere Impfstoffe hervorgebracht. Die Ergebnisse aus klinischen Studien in Brasilien sehen im Gegensatz zu vergleichbaren Impfstoffen allerdings ernüchternd aus. der Impfstoff des chinesischen Herstellers Sinovac erzielte eine Schutzwirkung von lediglich rund 50 Prozent gegen Infektionen mit dem Coronavirus. Schwere Krankheitsverläufe, die eine medizinische Behandlung erfordern, verhindert der Impfstoff nach Unternehmensangaben aber zu 80 Prozent. Die beiden Corona-Impfstoffe des Unternehmens Sinopharm haben eine Wirksamkeit von rund 79,3 beziehungsweise 72,5 Prozent. Das Vakzin von CanSino schützt zu rund 65 Prozent vor einer Corona-Infektion.

Um die Wirksamkeit seiner Corona-Impfstoffe zu erhöhen, erwägt China eine Vermischung verschiedener Präparate. Die Behörden müssten „über Wege nachdenken, wie das Problem gelöst werden kann, dass die Wirksamkeit der existierenden Impfstoffe nicht hoch ist“, sagte der Leiter des chinesischen Zentrums für Krankheitskontrolle- und prävention, Gao Fu, laut Staatsmedienberichten am Samstag bei einer Konferenz in Chengdu.

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Es ist das erste Mal, dass ein ranghoher Vertreter Chinas die relativ geringe Wirksamkeit der von China entwickelten Corona-Impfstoffe öffentlich eingeräumt hat. In dem Land haben bislang vier Corona-Impfstoffe eine bedingte Marktzulassung erhalten, 161 Millionen Dosen wurden seit dem Start der Impfkampagne im vergangenen Jahr verabreicht. Ziel Pekings ist die vollständige Immunisierung von 40 Prozent der 1,4 Milliarden Einwohner Chinas bis Juni.