Postkarten gibt es mit den unterschiedlichsten Motiven. Beim Postcrossing gibt es sogar richtige Sammelgebiete. imago/Manfred Segerer

Unsere Kommunikation hat sich in den letzten Jahrzehnten nachhaltig verändert. Früher schrieb man sich noch Briefe oder telefonierte, heute wird alles über Facebook, Whatsapp, Telegram und ähnliche Kanäle abgehandelt. Dabei kann es so schön sein, mal wieder eine Postkarte zu bekommen. Wer gern schreibt und gern Post bekommt, kann mit Postcrossing das perfekte Hobby finden. Noch nie gehört? Wir verraten, was Postcrossing ist, wie es funktioniert und was Sie wissen müssen.

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Das ungewöhnliche Post-Projekt wurde bereits im Jahr 2005 gegründet, erfreut sich noch immer riesiger Beliebtheit. Die Idee: Postcrossing ist eine riesige Community aus Postkarten-Fans aus der ganzen Welt, die sich gegenseitig Karten schicken. Und das geht so: Wer mitmachen will, meldet sich auf der Website www.postcrossing.com an, gibt dort seine Adresse an.

Was ist Postcrossing und wie funktioniert es? Hier kommt die Erklärung

Per Zufall bekommt der Nutzer die Adresse eines zufälligen anderen Nutzers von irgendwo auf der Welt zugelost. Dann heißt es: Postkarte schreiben! Auf die Karte kommt eine ID, also eine Zahlenkombination, die sie klar identifizierbar macht. Dann wird die Karte geschrieben und verschickt. Hat sie ihr Ziel erreicht, kann der Empfänger sie registrieren. Damit gilt die Karte also offiziell als angekommen – und in diesem Moment bekommt irgendein Nutzer auf der Welt die Adresse des Senders der Karte zugelost. Wer also Karten verschickt, bekommt auch welche.

Das Hobby wird hauptsächlich von Schreib-Freunden und Postkarten-Fans, aber auch von Briefmarkensammlern ausgeübt. Im Dezember 2020 waren rund 800.000 Menschen aus mehr als 200 Ländern auf dem Portal angemeldet. Über 60 Millionen Postkarten wurden seit dem Bestehen des Portals verschickt, legten über 300 Milliarden Kilometer zurück. Unglaubliche Zahlen! Zu den Ländern mit den meisten registrierten Nutzern gehören neben Russland auch die USA, China und Deutschland.

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Postkarten gibt es überall – aber meistens werden sie nur aus dem Urlaub verschickt. Dabei kann das Schreiben ein tolles Hobby sein ... imago/Jochen Tack

Wichtig ist dabei der Austausch – auf die Postkarten soll natürlich eine nette Nachricht – und es gehört zum guten Ton, sich für erhaltene Karten zu bedanken. Außerdem geben viele Nutzer in ihrem Profil Sammelgebiete und Vorlieben an: Während der eine gern Postkarten mit Bildern von Katzen geschickt haben möchte, mögen andere eher Eisenbahnen oder einfach nur lustige Sprüche auf den Karten sehen.

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Und was kostet das? Die Anmeldung ist gratis – nur das Versenden der Karten kostet. Es richtet sich nach den jeweils geltenden Porto-Preisen. Eine Postkarte innerhalb Deutschlands kostet aktuell 70 Cent, ins Ausland werden 95 Cent fällig. Dafür bekommt nach den ersten verschickten Karten auch der eigene Briefkasten regelmäßig Futter – und immer wieder kommen Karten aus den unterschiedlichsten Ländern an. Wer also gern schreibt, sollte es ausprobieren.