Wer etwas gegen seine grauen Haare tun möchte, sollte Stress vermeiden.
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Chill Out, Grauer! Wer nicht in Ehre ergrauen will und keine Lust aufs ständige Färben hat – sollte einfach öfter in den Urlaub fahren. Laut einer neuen Studie, die im Magazin „eLife“ veröffentlicht wurde, führt Stress zum schnelleren Ergrauen. Das Gute: Durch Stressreduzierung können die Haare wieder dunkel nachwachsen.

Forscher der Columbia University hatten die grauen Haare von 14 Freiwilligen – sieben Männer und sieben Frauen jenseits der 40 - analysiert. Das Ganze mit einer neuen Methode, die kleinste Farbveränderungen eines einzelnen menschlichen Haares digitalisieren und messen kann.

Je höher das Stresslevel, desto mehr graue Haare

Die Testpersonen mussten einen Fragebogen ausfüllen, aufgrund von dem ihr Stresslevel im Jahr zuvor festgelegt wurde. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass Perioden von viel Stress sich wie Baumringe im Haar feststellen ließen – weil dort das Haar grauer oder ganz weiß war. In Perioden von gar keinem Stress wurden graue Haare plötzlich wieder dunkel.

Studienleiter Dr. Martin Picard, Professor für Verhaltensforschung: „Einer unserer Testpersonen war im Urlaub und während der Zeit sind seine fünf analysierten Haare wieder ganz dunkel anstatt grau gewachsen.“ Wenn Haare allerdings erst einmal grau rausgewachsen sind, ändern sie ihre Farbe nicht mehr.

Dr. Picard: „Wir haben mathematisch errechnet, dass eine Schwelle erreicht werden muss, damit die Haare grau werden. Dieser Schwelle nährt man sich mit zunehmendem Alter automatisch. Doch diese Schwelle kann durch Stress gesenkt werden und man wird so frühzeitig grau.“