«Nein Miez!» - oh, zu spät! Eine Verpiss-dich-Pflanze hätte diesen Stubentiger vielleicht von der Jagd auf die Meise abgehalten. dpa/Markus Scholz

Ordinärer Spitzname, aber es soll helfen: Um Gartenvögel vor Hauskatzen zu schützen, können deren Halter auf die für Stubentiger übelriechende Verpiss-dich-Pfanze (Plectranthus caninus oder Coleus canin) setzen. Wird diese in der Nähe von Niststandorten eingepflanzt, kann sie Katzen im Umkreis von zwei bis fünf Metern fernhalten, so der Naturschutzbund Deutschland (Nabu).

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Die Verpiss-dich-Pflanze wird auch Harfenstrauch genannt

Die Verpiss-dich-Pfanze wird auch als Harfenstrauch sowie mit den botanischen Namen Plectranthus caninus, Plectranthus ornatus oder Coleus canin (Katzenschreck) im Handel angeboten.

Die Züchtung eines schwäbischen Gärtners verströmt einen für Katzen & Hunde unangenehmen Geruch, der für Menschen nur bei Reibung der Blätter wahrnehmbar ist, wie der Online-Versandhändler Baldur Garten auf seiner Internetseite erläutert. Die Wirkung der völlig ungiftigen Verpiss-Dich-Pflanze  werde in der gesamten Fachpresse hoch gelobt, heißt es weiter bei Baldur.

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Gartenvögel mit Nistplätzen und Verstecken unterstützen

Vögel werden immer wieder Opfer von Hauskatzen, vor allem in Siedlungsbereichen, wo die Haustier- und die  Gartenvogeldichte hoch ist. Das ist vor allem bei bestandsgefährdeten Arten ein Problem. Doch pflanzen sich Vögel erfolgreich fort, seien sie oft in der Lage, die Verluste durch Beutegreifer zu verkraften, so der Nabu. Dazu seien ausreichend Futter, Nist- und Versteckmöglichkeiten wichtig.

Der Nabu rät dazu, Gärten mit Stauden und Sträuchern möglichst naturnah zu gestalten. Sind Baumstämme mit etwa fünfzig Zentimeter breiten Abwehrmanschetten aus Blech oder Kunststoff oder Brombeerranken versehen, könnten Katzen von Nestern ferngehalten werden.

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Versand Baldur Garten
So sieht die Verpiss-Dich-Pflanze aus.

Von Katzenhalsbänder mit Glöckchen rät der Nabu ab. Diese seien für die hörempfindlichen Samtpfoten eine Tortur. Sie machten die Vögel zwar auf die Katzen aufmerksam, doch nützten dem gefährdeten Vogelnachwuchs nicht.