Schatz gefunden: Schnitzeljagden kann man auf ganz verschiedene Arten spielen. Foto: mago images / HiPi

Raus in die Natur und ab ins nächste Abenteuer: Wie wäre es mit einer Schnitzeljagd? Nicht nur bei Feiern können Schatzsuche und Co. beliebte Zeitvertreibe sein. Vom Klassiker bis zur Handy-Version – der KURIER erklärt fünf Variationen.

Die klassische Schnitzeljagd findet im Freien statt und ist ein Spaß für Jung und Alt. Die Teilnehmer werden in zwei Gruppen unterteilt, die „Gejagten“ und die „Jäger“. Die erste Gruppe startet mit zehn bis 30 Minuten Vorsprung – je nach Gelände, geplanter Spieldauer und Alter der Teilnehmer. Anhand von Papierschnipseln markieren die „Gejagten“ ihren Weg. Je nach Absprache ist auch das Anlegen von Irrwegen erlaubt. Das Spiel ist zu Ende, wenn die „Jäger“ die „Gejagten“ entdeckt und eingeholt haben.

Die Schatzsuche als Schnitzeljagd ist das Highlight eines jeden Kindergeburtstages. Der Spielleiter versteckt den Schatz – am besten in einem abgegrenzten, aber auf jeden Fall in einem gut bekannten Gelände. Durch das Lösen verschiedener Aufgaben bekommen die Teilnehmer Hinweise über die Art des Schatzes und wo er ungefähr liegt. Hinweise werden als „Schatzkarte“ oder als Teile einer solchen gegeben oder als komplizierte Beschreibungen oder Zeichen am Weg. Jüngere Kinder lösen die Rätsel gemeinsam, ältere können in Gruppen aufgeteilt werden und gegeneinander um den Schatz kämpfen.

Bei einer Entdeckungstour geht es darum, sich in unbekanntem Terrain zurechtzufinden und als Gruppe bestimmte Aufgaben zu erledigen oder Rätsel zu lösen – beispielsweise zu beantworten, unter welcher Hausnummer das Reichstagsgebäude zu finden ist oder in welcher Straße Brachiosaurus und Archaeopteryx zu Hause sind. Die gesamte Stadt oder je nach Zeit und Alter der Teilnehmer ein bestimmter Kiez ist das Spielfeld. Mit einem Smartphone ausgestattet, können die Teilnehmer auch bestimmte Landmarken oder Sehenswürdigkeiten fotografieren – als Beweis, dass sie da waren. Gewonnen hat, wer als Erstes alle Fragen beantwortet oder nach Ablauf einer bestimmten Zeit die meisten Rätsel gelöst hat.

Geocacher haben mithilfe ihres Navi ein in einer Röhre verpacktes Mini-Logbuch in einem Kanaldeckel gefunden. 
Foto: Ingo Wagner/dpa

Geocaching mit dem Smartphone ist eine moderne Form einer Schatzsuche oder Schnitzeljagd („cache“ auf Deutsch: Versteck). Ausgestattet mit dam Handy oder einem GPS-Gerät und den geographischen Koordinaten aus dem Internet, begibt sich die Gruppe auf die Suche nach einem „Schatz“. Meist ist das eine Plastikdose mit einem Logbuch zum Eintragen und einem kleinen Tauschgegenstand. Wer das Versteck findet, trägt sich in das Logbuch ein, kann den Schatz mitnehmen und ihn durch einen gleichwertigen neuen ersetzen.

Als Schlechtwetterversion eignet sich ein sogenannter Escape Room (auf Deutsch: Fluchtraum). Dabei wird das Team gemeinsam in einem Raum oder eine kleine Anzahl Räume eingesperrt. Darin gibt es versteckte Hinweise. Diese müssen gefunden werden und mit deren Hilfe der Raum binnen einer bestimmten Zeit wieder verlassen werden.