„Hoppel-Poppel“ ist ein traditionelles Gericht der Hausmannskost - es geht schnell, ist günstig und schmeckt deftig! Fotos: Imago/Charles Yunck, Imago/Panthermedia

Es gibt Gerichte, die so einfach und schnell gehen, dass es wirklich eine Freude ist, sie zuzubereiten. Noch dazu sind sie herzhaft, lecker, günstig – und doch geraten vor allem diese Schätze der Hausmannskost immer mehr in Vergessenheit. Hand aufs Herz: Wann haben Sie etwa zum letzten Mal „Hoppel-Poppel“ zubereitet? Dieses simple Gericht aus Kartoffeln, Speck und Schnitzelfleisch bereichert wirklich jeden Mittags- und Abendbrottisch. KURIER verrät, wie es geht.

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„Hoppel-Poppel“ ist eigentlich ein Arme-Leute-Essen

Aber: Was ist eigentlich „Hoppel-Poppel“? Das Essen erinnert an ein Bauernfrühstück, wird aber etwas anders zubereitet. Warum der schräge Name? Es heißt, „Hoppel-Poppel“ sei ein Arme-Leute-Essen, das dadurch entstand, dass alte Kartoffeln und Fleischreste dafür verwendet wurden, bevor sie „hops“ gehen konnten. In Kombination mit anderen Zutaten entstand zwar ein leckeres Essen, das aber trotzdem „popelig“ blieb. Der Name war geboren. Es gibt übrigens auch ein Getränk mit dem gleichen Titel: Dahinter verbirgt sich ein Punsch mit Sahne, Kandiszucker, Eigelb, Weinbrand und verschiedenen Gewürzen.

Nun aber zum deftigen „Hoppel-Poppel“. Sie brauchen dafür folgende Zutaten: 700 Gramm gekochte und gepellte Kartoffeln, 100 Gramm durchwachsener Speck, 300 Gramm Schnitzelfleisch, 120 Gramm Butter oder Butterschmalz, 2 Zwiebeln, 8 Eier, Salz und Pfeffer, etwas Kümmel, Majoran und gehackte Petersilie.

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So geht’s: Die Kartoffeln werden in Scheiben geschnitten, der Speck gewürfelt und das Schnitzelfleisch in Scheiben geschnitten. In einer großen Pfanne werden die Kartoffeln dann kross angebraten, mit Salz und Pfeffer gewürzt. In einer zweiten Pfanne werden Speck und Schnitzelfleisch angebraten und mit Majoran, Kümmel, Pfeffer und etwas Salz gewürzt – hier sparsam umgehen, denn der Speck ist bereits salzig. Dann werden Kartoffeln und Fleisch in einer Pfanne zusammengebracht. Die aufgeschlagenen und verquirlten Eier kommen darüber, die ganze Masse wird zum Stocken gebracht. Wenn das Ei durch ist, wird angerichtet – dazu passt etwas Salat. Guten Appetit!