Die meisten Frauen und Männer in Deutschland würden im Sommer ihre Blässe gern gegen Bräune eintauschen. imago stock&people

Der Sommer hat begonnen. Die lange Hosen und Pullover bleiben im Schrank, doch mit den kurzen Sachen kommen auch die Käse-Beine zum Vorschein. Die meisten Frauen und Männer in Deutschland würden im Sommer ihre Blässe gern gegen Bräune eintauschen. Doch wie wird man eigentlich schnell braun? Wir verraten Ihnen die besten Tipps und Tricks für knackige und gesunde Bräune. Und das ganz ohne schädliche UV-Strahlung und Sonnenbrand-Gefahr.

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Tipp 1: Schnelle Bräune mit Selbstbräuner

Experten raten: Vor dem Auftragen an Beinen und Unterarmen sollte man sich rasieren. Gerade das dort oft dichte Haar verhindert ein sauberes Verteilen der Mittel und kann zu einer fleckigen Bräunung führen, erklärt der Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel (IKW). Optimal sei die Haarentfernung am Abend zuvor, dann kann sich die Haut über Nacht wieder beruhigen.

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Im Gesicht sollte man daher auch die Augenbrauen und den Haaransatz aussparen. Hat man Selbstbräuner trotzdem mal darauf verteilt, das Mittel direkt wieder mit einem feuchten Tuch abnehmen. Zurückbleibende Flecken, auch etwa auf Händen und Fingern vom Auftragen ohne Handschuhe oder Schwämmchen, kann man auch mit einem Peeling angehen. Damit könne man sie zwar nicht völlig retuschieren, aber doch etwas lindern, so der IKW.

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Selbstbräuner wird wie eine Creme auf der Haut gleichmäßig verteilt. Monique Wüstenhagen/dpa-tmn

Nach dem Auftragen des Selbstbräuners sollte man drei Stunden lang nicht duschen oder baden, auch sonst droht wieder Fleckenbildung. Auch schweißtreibende Tätigkeiten wie Sport sollte man in dieser Zeit besser sein lassen.

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Tipp 2: Schnelle Bräune mit Bronzer

Für super-schnelle Bräune sorgt auch das richtige Make-up, auch Bronzer genannt. Es gibt sie als Puder, Cremes und Sticks und sie sorgen duch die dunkle, meist bräunliche Färbung für eine gesunde Sommerbräune.

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Tipp 3: Schnell braun werden mit Bräunungsbeschleuniger

Auch mit Bräunungsbeschleuniger kann man einen Bräune-Turbo starten. Diese öligen Produkte machen die Haut während des Sonnenbades durchlässiger für Sonnenlicht und sorgen dafür, dass man eine schnelle Bräune bekommst. Doch auch bei diesen Sonnenölen ist Vorsicht geboten. Sie bieten meist nicht ausreichend Schutz vor der UV-Strahlung. Allerdings seien die Öle sehr pflegend. Neu sind laut Beauty-Expertin Britta John zufolge in diesem Jahr Sonnenöle mit höherem Lichtschutzfaktor.

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Tipp 4: Schnelle Bräune mit Beta-Carotin

Der sekundäre Pflanzenstoff Beta-Carotin ist eine Vorstufe von Vitamin A, das wichtige antioxidative Eigenschaften hat und am Zellstoffwechsel beteiligt ist. Viel Beta-Carotin sind zum Beispiel in Möhren, Süßkartoffeln, gelben und orangen Früchten, Brokkoli oder Spinat enthalten.

Möhren enthalten viel Beta-Carotin Imago Images/YAY Images

Aber Vorsicht! Beta-Carotin schützt die Haut nicht vor UV-Strahlen und Sonnenbrand. Bei allen fettlöslichen Vitaminen, E, D, K und A, besteht die Gefahr der Überdosierung, wodurch Krankheitsrisiken insbesondere für Tumore steigen können. Eine Überdosierung an Vitamin A kann Leber, Haut und Knochen schaden, sagt Stefan Kabisch, Studienarzt am Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke. Nach dem Motto „viel hilft viel“ Nahrungsergänzungsmittel zu schlucken, ist also keine so gute Idee.

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Und Raucher sollten zudem vermeiden, mehr als 20 Milligramm Beta-Carotin täglich zu sich zu nehmen. Laut der Verbraucherzentrale erhöht sich sonst das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken. 15 Milligramm täglich gelten jedoch als unbedenklich.

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Tipp 5: Schnelle Bräune mit Tan Activatoren

Sie verhelfen zwar erst nach einiger Zeit zur Sommerbräune, dafür aber dauerhaft: Tan Activatoren. Das sind Cremes oder Bodylotion, die bei einer regelmäßigen Nutzung die Melanin-Produktion der Haut anregen. Das sorgt dafür, dass sich deine Haut auch ohne Sonne nach rund einer bis zwei Wochen Anwendung natürlich braun färbt. Und das ohne Selbstbräuner.

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In der Sonne liegend kommt es auf deinen Hautton an. Helle Haut sollte niemals ohne einen Sonnenschutz von mindestens 30 in der prallen Sonne liegen. Der Spruch „was Rot ist, wird irgendwann auch Braun“ ist nicht nur falsch, sondern auch in puncto Hautgesundheit und Hautkrebs-Risiko überaus gefährlich. Viele sehr hellhäutige Menschen entwickeln von Natur aus trotz Sonnenbaden keine bis nur eine minimale Bräune. Diese Hauttypen haben mit Selbstbräuner oder Bronzer die besten Chancen, schnell und vor allem gesund braun zu werden.

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Mythos: Im Schatten wird man auch braun.

Um Sonnenbrand zu verhindern, sollte man sich immer gut eincremen, mindestens mit Sonnenschutzfaktor 30. Stephanie Pilick/dpa

Die Wahrheit: „Das ist richtig“, sagt Dermatologe Reinhard Mrotzek, der im Bundesverband der Deutschen Dermatologen organisiert ist. „Im Schatten bekommt man noch 50 Prozent der UV-Dosis ab.“ Man kriege dort also auch Farbe - allerdings langsamer und schonender. „Ob Sie dabei unter einem Zeltdach oder einem Baum sitzen, ist egal“, sagt der Experte. Gute Nachrichten für sonnenhungrige Büro-Angestellte: Auch Fensterglas lässt ihm zufolge einen Teil des Sonnenlichts durch.

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Mythos: Nach einem Sonnenbrand wird man viel brauner.

Die Wahrheit: „Das ist natürlich Quatsch“, sagt der Hautarzt. Vielmehr würden dadurch wichtige Hautzellen zerstört - und Pigmente, die für Bräune sorgten, gar nicht erst gebildet.

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Mythos: Wird man im Meer schneller braun?

Das Baden im Wasser oder Meer wirkt sich wie ein Lupeneffekt auf die Haut aus. Zudem spiegelt Wasser Licht und intensiviert so die Sonneneinstrahlung auf den oder die Badende. Das bedeutet, dass man im oder auf dem Wasser durchaus schneller braun werden kann. Aber: Das Sonnenbrand-Risiko steigt deutlich!