Hohe Temperaturen im Schlafzimmer verhindern oft eine erholsame Nachtruhe. dpa/Christin Klose

Der Einfluss hoher Temperaturen auf die Nachtruhe ist nicht zu unterschätzen. „Am Morgen nach solchen Hitzenächten gibt es bei der Arbeit oder in der Schule oft das kollektive Gähnen“, sagt der Schlafforscher Hans-Günter Weeß.

Warum Wärme hilfreich sein kann

Dabei könne das Beachten einfacher Tipps die nächtlichen Qualen reduzieren und das Schlafvermögen verbessern, sagt Weeß. „Auf die richtige Belüftung kommt es an. Schließen Sie am Tag die Fenster und Rollläden und öffnen Sie diese erst, bevor Sie ins Bett gehen.“

Ein weiterer Tipp klinge zwar paradox, so der Experte, „aber Heißes sorgt für Kälte: Wer vor dem Zubettgehen etwas Warmes trinkt, wird weniger schwitzen“, erklärt der Buchautor („Schlaf wirkt Wunder“). Eine warme Dusche vor dem Zubettgehen öffne die Poren der Haut und sorge für ein Frischegefühl.

Das Problem mit Alkohol und Schlaftabletten

Von einem Gläschen Wein vor dem Zubettgehen rät Weeß ab. „Alkohol am Abend wirkt zwar psychisch entspannend, erweitert aber auch die Gefäße und unterstützt das nächtliche Schwitzen.“

Auch Schlaftabletten sieht er kritisch. „Um Abhängigkeiten nicht zu begünstigen, sollten Sie auch in Hitzenächten nicht zur Tablette greifen“, rät der Schlafforscher. „Ein paar Nächte mit weniger Schlaf kann unser Körper gut aushalten.“

„Spezialtipps“ hat der Schlafforscher auch auf Lager. „Hartgesottene greifen gelegentlich zum Äußersten: Sollten Sie einen Fliesenboden im Schlafzimmer haben, können Sie etwas Wasser hinkippen. Aber Vorsicht: Beim nächtlichen Toilettengang besteht Rutschgefahr. Oder gehen Sie zum Schlafen einfach in den Keller“, sagt der Fachmann augenzwinkernd. Grundsätzlich solle man sich an der Sommerzeit freuen – auch, wenn es mit dem Schlafen nicht so klappt.