Bei der Zubereitung von Speisen kann man allein schon durch die Nutzung von Restwärme sparen.
Bei der Zubereitung von Speisen kann man allein schon durch die Nutzung von Restwärme sparen. dpa/Christin Klose

Die Strom- und Gaspreise schnellen in die Höhe, Sparen ist der einzige Weg, um Horror-Rechnungen zu entgehen. Rund elf Prozent der gesamten Stromkosten werden fürs tägliche Kochen und auch fürs Backen aufgewendet.

So kostet das Backen eines Kuchens laut der Kampagne „80 Millionen gemeinsam für Energiewechsel“ circa 40 Cent, das Garen eines Auflaufs etwa 26 Cent, die Zubereitung einer Fertigpizza aber nur rund 17 Cent.

Und auch am Herd lassen sich mit ein paar ganz einfachen Tricks Kosten drücken. Im Einzelnen sind dies zwar Minibeträge, doch übers Jahr gesehen kommt trotzdem eine erhebliche Summe zusammen:

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Restwärme des Ofens und der Herdplatten nutzen

Gerichte werden auch dann fertig, wenn man das Gerät vor Ende der Gar- oder Backzeit abschaltet und die Lebensmittel im weiterhin warmen Ofenraum belässt. So spart man besonders bei älteren und trägen Elektrokochplatten Geld, laut der Beratungsgesellschaft co2online Strom für bis zu 20 Euro im Jahr. Als grobe Zeitangabe können die Herdplatten etwa zehn Minuten vor Ende der Garzeit ausgeschaltet werden.

Umluft statt Oberhitze

Wenn Sie die Wahl haben zwischen der Einstellung von Ober- und Unterhitze als auch von Umluft, wählen Sie immer Umluft. Die Luft wird nämlich dann über einen Ventilator gleichmäßig im Backofen verteilt und Sie können eine um 20 bis 30 °C Grad niedrigere Temperatur einstellen. Das spart ganze 25 bis 40 Prozent Stromkosten im Vergleich zum Backen mit Ober- und Unterhitze.

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Vorheizen ist oft Verschwendung

Das Vorheizen des Ofens ist oft nicht nötig. Auflauf, Pizza und Kuchen können direkt reinkommen, es verlängern sich nur Gar- und Backzeiten etwas. Das erfordert also ein wenig Ausprobieren und Fingerspitzengefühl. Ausgenommen sind empfindlichen Speisen wie bestimmte Teig-Arten oder Filets. Den Backofen dann wie zuvor beschrieben kurz vor Ende wieder ausschalten.

Und halten Sie während des Backens die Backofentür stets geschlossen! Bei jedem Öffnen entweicht etwa ein Fünftel der Energie. Extra-Tipp: Schaffen Sie Synergien. Wer einen Kuchen backen muss, kann ihn direkt vor dem Mittagessen in den Ofen schieben. Das spart einmal Aufheizen.

Brötchen backen auf dem Toaster statt im Ofen

Manches muss auch gar nicht unbedingt in den Backofen: So spart man zum Beispiel 70 Prozent der benötigen Energie, wenn man Brötchen auf dem entsprechenden Aufsatz eines Toasters backt statt im Ofen.

Sparen beginnt schon beim Auftauen

Tiefkühlware lässt sich prima im Kühlschrank auftauen, am besten über Nacht. Das spart gleich doppelt, weil der Kühlschrank dadurch weniger kühlen muss und Sie sparen Strom beim Kochen. Manche Fertiggerichte lassen sich auch in der Mikrowelle auftauen oder aufwärmen. Dies ist eine sehr energiesparende Methode.

Die richtige Topfgröße wählen

Beim Kochen sollten Sie immer einen Topf verwenden, der auch zur Größe der Herdplatte passt. Ist der Topf kleiner als die Platte, wird unnötig Energie verbraucht. Ist er zu groß, dauert das Erhitzen länger. Und: Benutzen Sie beim Kochen immer einen Topfdeckel. So verbrauchen Sie bis zu 65 Prozent weniger Strom oder Gas, da ohne Deckel die Hitze schneller entweichen kann!

So wenig Wasser wie möglich

Egal, ob Sie Gemüse, Nudeln, Reis oder Kartoffeln kochen – oftmals wird dafür viel zu viel Wasser im Topf erhitzt. Verwenden Sie nur so viel Wasser wie nötig. Es genügt, wenn die Produkte größtenteils im Dampf garen. Das spart Energie und weniger Wasser kocht auch schneller – das heißt, die Speisen kommen auch schneller auf den Tisch!

Elektroherd oder Induktionsherd – wer spart mehr?

Ein neuer Elektroherd verbraucht in einer halben Stunde etwa 0,5 kWh Strom. Das ergibt bei 24 Cent je kWh Kosten von 12 Cent je halbe Stunde. Kochen Sie jeden Tag eine halbe Stunde, ergibt das im Jahr Kosten von etwa 45 Euro. Mit einem Induktionsherd verbrauchen Sie in etwa 20 Prozent weniger Strom als mit einem Elektroherd. Damit ergeben sich je halbe Stunde knapp 10 Cent, pro Jahr etwa 35 Euro.