Bei Ebay auf das eigene Angebot bieten? Damit kann man vor Gericht landen (Symbolbild). dpa/Ben Margot

Achtung, Ebay-Fans! Wenn es bei der eigenen Online-Auktion gerade nicht so gut läuft, weil die Gebote weit unter den Erwartungen bleiben, ist es eine ganz schlechte Idee mit einem Zweitaccount bei der eigenen Versteigerung mitzubieten, um einen besseren Preis zu erzielen. Wird man nämlich erwischt, riskiert man neben einer Sperrung bei Ebay und Co. auch Schadenersatzzahlungen, die richtig teuer werden können. Wie Stiftung Warentest auf ihrer Website test.de jetzt noch einmal darauf hingewiesen, da das nach wie vor ein weit verbreitetes Vorgehen zu sein scheint.

Dieses sogenannte Shill Bidding (englisch für Gebotstreiberei), bei der Verkäufer mit eigenen Geboten den Preis für ihre Waren in die Höhe treiben, ist verboten. Und es ist ebenso nicht erlaubt, Freunde und Bekannte zu derartigen Scheingeboten anzustiften. Und zwar unabhängig davon, ob der Verkauf verhindert werden soll, weil die tatsächlich abgegebenen Gebote zu niedrig erscheinen, oder ob es darum geht, noch mehr Geld zu bekommen.

Bei „Shill Bidding“ drohen empfindliche Strafen

Hält man sich nicht an die Regeln, kann das richtig teuer werden. Denn bisherige Urteile deutscher Gerichte zu „Shill Bidding“-Fällen zeigen: Käufer, die durch Scheingebote um ein Schnäppchen gebracht werden, können mit hohem Schadenersatz rechnen.

Die Rechtsexperten der Stiftung Warentest gehen zudem davon aus, dass sich Verkäufer, die Scheingebote abgeben, künftig auch wegen Betrug vor Gericht wiederfinden könnten. Ihnen würde dann zumindest eine empfindliche Geldstrafe drohen – oder sogar eine Freiheitsstrafe.

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Übrigens: Wer durch vorgetäuschte Angebote um ein Schnäppchen gebracht wird, sollte sich den Warentestern zufolge nicht nur an das Online-Auktionsportal wenden, sondern auch direkt an die Strafverfolgungsbehörden. Nur so können mögliche Schadenersatzansprüche durchgesetzt werden.

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