Es ist wieder Zeit für den Frühjahrsputz. Dabei sollten Allergiker einiges beachten. dpa/Christin Klose

Wer unter einer Allergie leidet, leidet meist immer und überall. Auch zu Hause, wo man sich eigentlich wohlfühlen will und soll. Doch egal ob Pollen, Hausstaub oder Milben – ganz frei von Allergenen bekommt man sein Zuhause meist nicht. Trotzdem gibt es Tipps, um die Belastung mit Pollen und Hausstaub spürbar zu reduzieren und so akute allergische Reaktionen zu verhindern. KURIER verrät, was wirklich hilft.

Pollen-Allergiker sollten den Eingangsbereich täglich wischen

Wir tragen ihn von draußen in unser geliebtes Heim: Blütenstaub! Er haftet unweigerlich an unserer Kleidung, an den Schuhen und auch an Katzen und Hunden. So haben wir ihn schnell auch bei uns zu Hause. „Eingangsbereich und Flur sind daher besonders mit Pollen belastet“, sagt Heike Behrbohm von der Deutschen Haut- und Allergiehilfe. Damit sich Pollen hier nicht anhäufen, rät die Expertin, die Böden täglich zu reinigen.

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Allergiker putzen Fenster am besten nach Pollenflugvorhersage

„Fensterputzen sollte man auf Tage mit geringem Pollenflug verlegen“, rät Heike Behrbohm. Dabei helfen Wettervorhersagen, die den Pollenflug betrachten, zum Beispiel der Pollenflug-Gefahrenindex vom Deutschen Wetterdienst. Auch die Uhrzeit spielt eine Rolle: „In der Stadt ist die Pollenflugdichte eher am Abend hoch, auf dem Land frühmorgens.“

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Gegen Hausstaub erst saugen, dann wischen

Hausstaub ist (fast) unsichtbar, für Allergiker aber eine große Belastung. Er sammelt sich dort an, wo sich Menschen häufig und lange aufhalten: im Schlafzimmer, Wohnzimmer und Kinderzimmer. Heike Behrbohm empfiehlt: „Erst saugen, dann wischen.“ So vermeidet man, dass beim Durchqueren des Zimmers immer wieder Staub aufgewirbelt wird, der sich direkt wieder auf den frisch geputzten Böden absetzt.

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Hatschi! Staub und Pollen in der Wohnung sind insbesondere für Allergikerinnen und Allergiker ein Problem. Christin Klose/dpa

HEPA-Filter oder Wasser helfen gegen Hausstaub

Gerade in Teppichen kann sich viel Staub ansammeln. Deshalb sollten Langhaarteppiche für Allergiker tabu sein. Sonja Lämmel vom Deutschen Allergie- und Asthmabund rät außerdem: „Kurzflorige Teppichböden müssen regelmäßig gesaugt werden.“

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Und noch eine Empfehlung hat die Expertin parat: „Allergiker sollten einen Staubsauger mit HEPA-Filter und möglichst großem Rückhaltevermögen verwenden.“ Das bedeutet, dass sie nicht direkt wieder einen großen Anteil der eingesaugten Allergene mit der Abluft des Gerätes auspusten. Filter der Klasse 11 halten 95 Prozent der Staubpartikel, Milben und Pollen zurück, Filter der Klasse 13 sogar 99,95 Prozent.

„Die größte Gefahr geht vom Wechseln des Staubsaugerbeutels aus“, sagt Heike Behrbohm. Allergiker sollten das daher am besten jemand anderem überlassen.

Noch sicherer ist ein Staubsauger mit Wasserfilter. „Der Staub wird in Wasser gebunden und mit dem Schmutzwasser entsorgt, ohne aufzuwirbeln“, erklärt Heike Behrbohm. Die Alternative sind Modelle mit einem Sprühsaugsystem. Sie reinigen Böden und Polster feucht und saugen im gleichen Arbeitsgang die Restfeuchte wieder auf.

Allergiker-Tipp Nummer fünf: Anti-Staub-Tücher

Glatte Flächen lassen sich mit Anti-Staub-Tüchern besser reinigen. „Sie ziehen den Staub, anstatt ihn aufzuwirbeln“, erklärt Heike Behrbohm. Zwar sind die Einmaltücher zum Wegwerfen praktisch, erzeugen aber viel Müll. „Nachhaltiger ist es, mit einem Mikrofasertuch beziehungsweise einem gut ausgewrungenen Lappen feucht zu wischen“, sagt die Expertin.

Sonja Lämmel rät Milben-Allergikern, während und nach den Reinigungsarbeiten zu lüften. Aber auch sonst ist das regelmäßige Lüften für Hausstaub-Allergiker sinnvoll. Dadurch erhöht sich die Luftfeuchtigkeit im Raum, wodurch Staub besser gebunden wird.