Achtung Falle! Diese Nachricht ist bestimmt von keinem notleidenden Kind, sondern ein waschechter Betrug per Whatsapp. (Symbolbild) dpa/Zacharie Scheurer

Egal, wie oft die Polizei warnt und wie viele Geschichten über ihn in den Medien erscheinen - er ist offenbar unausrottbar und immer noch sehr einträglich für Kriminelle – der sogenannte Enkeltrick.

Am Anfang geht es eigentlich immer mit derselben Masche los: Eine Whatsapp-Nachricht von einem nahen Angehörigen trudelt ein, nach dem Motto: „Hallo Mama, mein Handy ist kaputt. Das ist meine neue Handynummer, die kannst du dir einspeichern. Bist du zu Hause?“ Das Ganze mit ein paar Emojis und Tränen-Smiley samt Herzchen verziert - Emotionen werden geschürt, Vertrauen aufgebaut.

Und dann kommen auch schon die schlimmen und oft ziemlich abenteuerlichen Geschichten: Wegen eines Unfalls, einer defekten Waschmaschine oder sogar wegen eines drohenden Gefängnisaufenthaltes wird Geld benötigt, viel Geld und dringend. Ob man nicht schnell etwas überweisen könne? Spätestens an dieser Stelle sollte der Kontaktierte die Kommunikation einstellen, rät die Verbraucherzentrale Hessen: „Gehen Sie niemals auf Geldzahlungsforderungen über Messenger-Dienste ein.“

So verhalten Sie sich richtig

Der Schwindel lässt sich meist leicht aufdecken, indem man den Verwandten oder die Verwandte direkt auf der bekannten – angeblich alten – Nummer anruft, erklären die Verbraucherschützer. Außerdem ratsam: den Vorfall der Polizei melden, einen Screenshot der Nachricht erstellen und den Absender blockieren.

Was aber, wenn man bereits in die Falle getappt ist? Sofort seine Bank informieren, die eine etwaige Überweisung vielleicht noch stoppen kann, wenn noch nicht zu viel Zeit vergangen ist. Dann gilt es, Anzeige bei der örtlichen Polizei zu erstatten.

Die Polizei warnte bereits im März: Schon damals waren zahlreiche Fälle bekannt, in denen Angeschriebene – oftmals Seniorinnen oder Senioren – den Kriminellen so auf den Leim gegangen waren. Teils wurde sogar mehrere Male Geld überwiesen, in einigen Fällen sogar auf Konten im Ausland.

Am besten gar nicht reagieren

Die Täterinnen und Täter gehen geschickt vor, erklärt das Landeskriminalamt Niedersachsen. Die Anfragen seien fast durchweg in sehr gutem Deutsch verfasst. Wichtig deshalb: Auf solche Nachrichten gar nicht erst zu reagieren.

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Betroffene fragen sich natürlich, wie die Kriminellen an ihre privaten Mobilfunknummern kommen. Auch wenn sich das fast nie eindeutig klären lässt, vermutet die Verbraucherzentrale Hessen vor allem Phishing-Attacken und illegalen Datenhandel als Hauptquellen. Deshalb: Seien Sie grundsätzlich äußerst zurückhaltend bei der Preisgabe von privaten Daten sein.