Seit Omikron hat sich die optimale Test-Methode verändert. imago/Wolfgang Maria Weber

Ohne Selbst- und Schnelltests ist der Alltag in der Corona-Pandemie inzwischen unvorstellbar. Das gilt umso mehr, je heftiger die Omikron-Welle über uns schwappt. Nur wenn wir Verdachtsfälle frühzeitig abklären, können wir die Pandemie zumindest einigermaßen in Grenzen halten.

Immer wieder gibt es aber auch Zweifel an den Schnelltests: Wie zuverlässig sind sie wirklich? Gilt das auch bei Omikron? Und macht es dabei einen Unterschied, ob man den Abstrich wie gewohnt in der Nase oder im Rachenraum nimmt?

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Charité-Virologe Christian Drosten hat in seinem Podcast den Schnelltests eine hohe Zuverlässigkeit attestiert. Danach würden die Tests größtenteils auch bei Omikron anschlagen. Erste Studien haben das bereits bestätigt. Trotzdem gibt es einen wichtigen Hinweis.

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Schnelltest-Abstrich im Rachen nehmen

Expertinnen und Experten wie der Harvard-Epidemiologe Eric Feigl-Ding empfehlen dringend, den Abstrich im Mund-Rachen-Raum zu nehmen, und fordern die Mediziner und Behörden dazu auf, die bisher gängige Teststrategie entsprechend anzupassen. Hintergrund ist eine von der University of Cape Town (Kapstadt) veröffentlichte Studie.

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Danach zeige sich, dass Speichelproben wesentlich besser für die Diagnose einer Omikron-Infektion geeignet seien als Nasenabstriche. Auch Christine Falk, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Immunologie empfiehlt das neue Testverfahren.

Die neue  Virus-Variante würde sich während der frühen Infektionsphase tendenziell eher am Rachen festsetzen, während Alpha- und Delta-Variante zu Beginn der Infektion eher im Nasenraum nachweisbar sind. Deshalb könne ein Schnelltest mit Abstrich im Rachen die Infektion vermutlich ein bis zwei Tage früher nachweisen.

Ideal wäre es den Experten zufolge, den Test „zweistufig“ durchzuführen – erst im Rachenraum und anschließend in der Nase. Dabei sollten Sie einen Test nutzen, der sowohl für die Nase als auch den Rachenraum zugelassen ist. Im NDR riet die Infektiologin Claudia Denkinger allerdings davon ab, reine Nasentests auf eigene Faust für den Rachen zu nutzen.

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Regelmäßige Selbsttests bleiben wichtig in der Pandemie. Markus Wächter

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So gehen Sie beim Selbsttest vor

Stellen Sie sich vor einen Spiegel. Öffnen Sie den Mund so weit wie möglich und senken die Zunge leicht ab. Hinten am Gaumenbogen sollten Sie nun mit dem Stäbchentupfer vorsichtig entlangstreichen, ohne dabei mit den Zähnen in Berührung zu kommen. Anschließend führen Sie das Stäbchen sanft und flach in beide Nasenlöcher ein und drehen es mehrmals im Kreis.

Der ideale Test-Zeitpunkt ist übrigens am Morgen – vor dem Zähneputzen. Fehlerhafte Testergebnisse durch den Verzehr von Nahrungsmitteln lassen sich so schon mal vermeiden.

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Auch für Geimpfte ist es sinnvoll, sich möglichst oft zu testen. Bei ihnen sind Schnelltests prinzipiell weniger sensitiv. Das liegt laut Christian Drosten im NDR-Podcast daran, dass sie eine geringere Virenlast und eine schnellere Immunabwehr haben. Experten empfehlen deshalb Tests an mindestens zwei bis drei Tagen wöchentlich.

Wenn Sie unsicher sind, welchen Test Sie verwenden sollen, können Sie sich an der vom Bundesinstitut für Arzneimittel veröffentlichten Liste orientieren.