Wespen sind meistens harmlos – oft aber trotzdem nervig IMAGO/imagebroker

Je weiter der Sommer vorrückt, desto häufiger sieht man sie – Wespen sind dann überall. Im Frühjahr und über den Sommer hinweg bauen die Wespenköniginnen ihre Völker auf. Erst nach den ersten frostigen Nächten im Herbst verschwinden sie wieder. Dazwischen tauchen die schwarz-gelben Flieger vor allem dann auf, wenn süße Speisen, Getränke oder Fleisch in der Nähe sind.

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Zwar sind sie meistens harmlos. Trotzdem sind viele von den Insekten genervt. Denn man muss schon aufpassen, dass man den nötigen Abstand hält. Denn: Versehentlich verschlucken sollte man Wespen genauso wenig wie man sich besser nicht auf eines der Insekten draufsetzt.

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Sonst kann ein schmerzhafter Stich die Folge sein. Und genau deshalb haben viele Angst vor Wespen. Dabei kann eigentlich nichts passieren, so lange Sie eine Regel beachten: Verhalten Sie sich ruhig und vermeiden Sie hektische Bewegungen!

Auf Basis des Nabu-Fachwissens haben wir 10 Tipps für Sie gesammelt, wie Sie Wespen fernhalten. Dabei soll auch den Tieren nicht geschadet werden. Denn, was gerne vergessen wird: Wespen sind trotz ihres schlechten Rufs nützliche Tiere, da sie Schädlinge fressen und Vögeln als Nahrung dienen.

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Eine Wespe nähert sich: Wie reagieren Sie richtig? 

Bleiben Sie ruhig! Niemals sollten Sie nach einer Wespe schlagen und auch NICHT pusten! Das CO2 im Atem hat für die Insekten eine  alarmierende Wirkung. Genauso kann Angstschweiß die Insekten nachweislich aggressiv machen. Gelassen bleiben zahlt sich also aus.

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Wespen wirken bedrohlicher als Sie sind. Imago/alimdi

Wie halten Sie Wespen fern – 10 Tipps

1. Ein einfacher aber effektiver Wespen-Schreck ist eine Wasser-Sprühflasche. Das Insekt soll dabei nicht mit einem Strahl „abgeschossen“ sondern nur mit einem Sprühnebel benetzt werden. Die Wespe interpretiert die Feuchtigkeit als Regen und wird deshalb den Rückzug antreten.

2. Beliebt sind Wespenfallen aus Zuckerwasser, Saft oder Essig. Damit können Sie jedes Behältnis befüllen, aus dem die Wespen nur schwer wieder herausfinden. Der Naturschutzbund sieht solche Fallen kritisch, wenn Wespen darin ertrinken könnten. Zudem fallen offenbar nur ältere Tiere auf den Trick rein bzw. können sich jüngere immer noch befreien. Achtung, wenn Sie eine Wespe lebend gefangen haben und sie wieder freilassen wollen: Jetzt wird das Insekt garantiert gestresst und deshalb aggressiv sein.

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3. Der Nabu empfiehlt statt einer Falle auf Ablenkung zu setzen: Platzieren Sie zum Beispiel eine Schale mit am besten überreifem Obst  in einigen Metern Entfernung. So sind die Wespen beschäftigt und nerven Sie nicht.

4. Am Tisch sollten Sie dafür Süßspeisen, Getränke und Fleisch immer abdecken.

5. Wespen werden durch Gerüche angelockt. Das gilt auch für stark riechende Deos, Cremes und Parfums. Besser weglassen! Und: Wespen fliegen nachweislich weniger auf dunkle Kleidung.

6. Gar nicht mögen Wespen den Geruch von Basilikum und Lavendel. Auch verglühender Kaffeesatz oder Räucherstäbchen sollen die gelb-schwarzen Insekten fernhalten.

7. Weit verbreitet ist die These, dass eine Nest-Attrappe zum Beispiel aus zusammengeknülltem Backpapier oder einer Papiertütenhelfen soll, Wespen zu vertreiben. Demnach sollen die Insekten das Weite suchen, wenn sie ein fremdes Nest sehen. Ob Wespen das auch wissen, ist allerdings sehr umstritten. Bei unserem Versuch hat es nicht geklappt.

8. Fliegengitter vor den Fenstern sorgen dafür, dass Wespen auch beim Lüften draußen bleiben.

9. Wenn Sie Obstbäume im Garten haben, sammeln Sie das Fallobst auf und ernten die reifen Früchte rechtzeitig.

10. Wenn es im Herbst die ersten Nächte mit Frost gegeben hat, sollten Sie leere Wespennester entfernen. Anschließend die Stelle gründlich reinigen, damit die Königin sie im Folgejahr nicht am Geruch wiedererkennen kann.

Nerven schon beim Frühstück: So gehen Sie richtig mit Wespen um. IMAGO/Panthermedia

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Einen Wespenstich richtig behandeln

Und wenn es dann doch mal passiert und Sie eine Wespe gestochen hat, können Sie die Beschwerden mit verschiedenen Hausmitteln lindern.

Gut gegen Wespenstiche hilft, die betroffene Stelle mit Kühlpacks zu kühlen. Oder Sie erhitzen einen Löffel und drücke ihn vorsichtig auf den Stich. Denn: Bei mehr als 45 Grad zersetzt sich das Wespengift. Das vielleicht älteste Hausmittel: Drücken Sie eine aufgeschnittene Zwiebelhälfte auf den Stich! DAs beugt auch Entzündungen vor.

Wespenstiche sind nervig, aber harmlos. Einige Ausnahme: Stiche im Mundraum oder im Rachen. Dann empfiehlt sich das Lutschen von Eis. Wenn Sie zudem Symptome einer allergischen Reaktion wie Atemnot oder Kreislaufschwäche verspüren, sollten Sie wirklich schnellstmöglich einen Notarzt aufsuchen.