Frühlingszwiebel eignen sich besonders gut für Einsteiger beim Recrowing-Projekt. Schon nach wenigen Wochen kann aus dem Strunk wieder geerntet werden. Imago/Panthermedia

Sie werfen die Gemüsereste aus der Küche in die Bio-Tonne und nicht in den Restmüll? Das ist gut. Man kann Salatstrunk und Zwiebelwurzel aber auch zu neuem Leben verhelfen und sie nochmal zu Pflanzen heranwachsen lassen -  und auch ernten. Regrowing  (englisch für Nachwachsen) nennt sich das und ist ganz einfach. Wir verraten Ihnen hier, welche Gemüsesorten sich dafür eignen und wie man’s macht.

Zunächst mal ist der Standort wichtig. Man braucht keinen Balkon oder Garten, die Fensterbank reicht. Allerdings sollte es da schön hell sein. Weiterhin brauchen Sie Gläser und Blumentöpfe, Wasser und Erde. Ideal ist Anzuchterde, normale Blumenerde tut’s aber auch.

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Nun braucht man nur noch die Gemüsereste. „Frühlingszwiebeln eignen sich besonders gut für Einsteiger und Einsteigerinnen, da sie besonders schnell nachwachsen“ informiert die Initiative „Zu gut für die Tonne“, von der auch die folgenden Tipps sind.

Frühlingszwiebeln und Lauch neu wachsen lassen

Der mindestens drei bis fünf Zentimeter lange Strunk der Frühlingszwiebeln kommt zunächst in ein Glas Wasser um dort Wurzeln zu treiben. dpa/Andrea Warnecke

Beim Kochen von der Frühlingszwiebel drei bis fünf Zentimeter über der Wurzel übrig lassen. Diesen Strunk (oder mehrere) in ein Glas Wasser stellen, sodass sich neue Wurzeln bilden. Bereits nach vier Tagen sollten sich am Strunk gut Wurzeln zeigen und nach etwa einer Woche können die Pflanzen mit etwas Erde in den Topf. Wichtig: Nur die Wurzeln dürfen mit Erde bedeckt sein.

Nun regelmäßig gießen. Und nach drei bis vier Wochen können die neu erwachsenen Frühlingszwiebeln geerntet werden. Lauch wächst übrigens auf dieselbe Weise nach.

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Auch einige Salate eignen sich für Regrowing. Besonders gut zum Beispiel der Romanasalat, der wächst recht zuverlässig nach. Und so geht’s:

Romanasalat wieder wachsen lassen

Der Strunk des Romanasalates sollte mindestens fünf Zentimeter lang sein. Er kommt in ein Glas und wird bis zur Hälfte mit Wasser bedeckt. Das Wasser täglich wechseln, damit nichts fault. Wenn nach fünf bis zehn Tagen die neuen Wurzeln zu sehen sind und sich frisches Grün am oberen Teil des Strunks zeigt, kommt der Salatstrunk in die Erde. Die neu treibenden Blätter bleiben aber frei und am Licht.

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Nun wird regelmäßig gegossen und nach vier bis sechs Wochen müsste der alte Salat bereit sein zur neuen Ernte. Dann kann man den Kopf mit einem scharfen Messer oberhalb der Wurzel abtrennen . Oder man schneidet nur einzelne Blätter von außen nach innen ab – und der Salat kann weiter Blätter treiben.