Gerade im Sommer kommt Schafskäse öfter auf den Tisch.  Foto: Kai Remmers/dpa

Gewürfelt im Salat, gewürzt auf dem Grill oder einfach pur zum Fladenbrot: Feta gehört bei vielen zur Sommerküche dazu. Die Zeitschrift „Öko-Test“ hat sich in ihrer aktuellen Ausgabe (8/2021) verschiedene Schafskäse genauer angeschaut.

Dazu vorweg: Den Namen „Feta“ dürfen dabei nur bestimmte Käse tragen, denn der Begriff ist als geschützte Ursprungsbezeichnung (g.U.) eingetragen. Demnach muss ein Feta in traditioneller Weise hergestellt sein und darf ausschließlich aus bestimmten Regionen Griechenlands kommen. Von den 41 getesteten Produkten waren 34 echte Feta, darunter 15 in Bio-Qualität. Unter die Lupe genommen wurden auch sechs Schafskäse und ein aus Schafs- und Ziegenmolke gemachter Manouri. Die Preise bewegten sich zwischen 1,39 Euro und 4,32 Euro für 200 Gramm Käse.

Die meisten Käse schmecken so, wie sie sollen

Die Hälfte der Fetas schnitt beim Test gut ab, vier Bio-Fetas und zwei konventionelle Sorten bekamen dabei die Note „sehr gut“, darunter die Bio-Fetas von Allnatura, Basic, BioVerde und der „Naturland Feta“ von Rewe. Topnoten ohne Biosiegel bekamen der „Patros Original“ Feta und der „Feine Welt Feta Lesbos“ von Rewe. Bei den topbewerteten Produkten gefiel den Testern der Geschmack, aber auch in Sachen Transparenz, Nachhaltigkeit und Tierwohl schnitten die Produkte gut ab.

Insgesamt schmeckten die meisten Käse so, wie sie es sollten, nur einige wenige konnten beim Testverzehr nicht überzeugen. Darunter Schafskäse ohne die geschützte Ursprungsbezeichnung, aber auch ein Feta mit Bio-Siegel, bei dem die Tester eine hohe Konzentration an Hefebakterien vermuteten.


Auch im Omelett ist Fetakäse eine gute Zugabe. Foto: imago/Shotshop

Neben Aussehen, Geruch und Geschmack wurden die Fetas und Schafskäse auch auf Inhaltsstoffe, Zusammensetzung und Keime geprüft. Wichtig waren den Ökotestern auch Fragen zum Wohl der Schafe - etwa Gesundheit, Fütterung und ob es eine muttergebundene Lämmerhaltung gibt. In die Bewertung flossen zudem die Transparenz in den Lieferketten, das Einhalten von Umweltstandards sowie das soziale Verantwortungsbewusstsein der Betriebe ein.

Tierwohl ist an einigen Stellen verbesserungswürdig

Die meisten Bio-Marken gaben zu den eingereichten Fragen transparent Auskunft, insgesamt sehen die Tester in Sachen Tierwohl aber Verbesserungsmöglichkeiten - auch bei Bio-Betrieben. So konnten nur drei Bio-Marken und drei konventionelle Anbieter eine muttergebundene Lämmerhaltung belegen. Eine kritikwürdige Praxis ist laut Tierschützern auch das Kupieren der Schafschwänze mithilfe eines Gummirings. Das ist in der Bio-Haltung zwar verboten, wird mit Ausnahmegenehmigung dann aber doch wieder erlaubt.

Durch das Kupieren sollen eine Verschmutzung am Po und ein damit einhergehender Befall mit Fliegenmaden vermieden werden. Dieses Problem könne aber auch durch eine artgerechte Haltung und Fütterung in Schach gehalten werden, so die Tester.