Tragen Sie eigentlich Parfüm? Und ärgern Sie sich auch immer, dass der Duft sooo schnell verfliegt? Christin Klose/dpa-tmn

Tragen Sie eigentlich Parfüm? Und ärgern Sie sich auch immer, dass der Duft sooo schnell verfliegt? Dabei sollte der Pffftt doch den ganzen Tag reichen. Immerhin kosten einige Parfüm-Sprays ja auch nicht wenig.

Der Duft eines Parfüms wirkt an verschiedenen Personen unterschiedlich. Aber die Intensität verändert sich auch je nachdem, wo man ihn am eigenen Körper aufträgt. Ein Parfüm, Eau de Parfum oder Eau de Toilette entfaltet sich besser an warmen und gut durchbluteten Hautstellen – also auf Partien, wo man den Puls gut fühlen kann, wie unterhalb des Handgelenks. Aber auch hinter dem Ohr und in der Ellenbeuge verbreitet er sich gut, heißt es vom Portal Haut.de. Frisch gewaschene Haare und Wollkleidung sind ebenso gute Träger.

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Und das sollten Sie tun, damit der Duft des Parfüms länger hält

Wir verraten Ihnen jetzt einen Super-Trick, wie der Parfüm-Duft wirklich länger hält. Nehmen Sie Vaseline – wirklich nur ein bisschen. Denn die Rückstände sollen sich ja auf gar keinen Fall auf der Kleidung wiederfinden. Nun tupfen Sie die Vaseline in einer kleinen Menge genau an die Stelle, an der Sie später ihr Parfüm auftragen wollen. Nun sprayen Sie ihren Duft auf und Sie werden staunen, wie lange ihr Duft wirklich hält. Und auch ganz egal, ob Sie Parfüm, Eau de Parfum oder Eau de Toilette benutzen.

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Ein Parfüm, Eau de Parfum oder Eau de Toilette entfaltet sich besser an warmen und gut durchbluteten Hautstellen. Christin Klose/dpa-tmn

An heißen Sommertagen sollte man Parfüms und Co. nur dezent einsetzen. Denn die vermehrte Hautfettproduktion, die man im Winter durch die Vaseline ersetzen kann, intensiviert sowieso schon die Wirkung des Dufts.

Hinter den verschiedenen Begriffen für die Düfte steht eine unterschiedliche Zusammensetzung der Duftmittel. So enthält ein als Parfüm deklariertes Produkt durchschnittlich 20 bis 40 Prozent Duftstoffe, in Eau de Parfum sind es 10 bis 20 Prozent. Eau de Toilette hat einen Duftstoffanteil von 8 bis 10 Prozent, Eau de Cologne nur von 3 bis 8 Prozent. Man braucht also von einem Parfüm mit höherer Duftkonzentration weniger, um intensiv zu duften.

Tupfen, nicht sprühen

Einige, besonders kostspielige Parfüms werden mit einem Glasstopfen geliefert. Denn ein reines Parfüm tupft man und sprüht es nicht. Das liege daran, dass hier tatsächlich nur wenige Tropfen für ein intensives Dufterlebnis genügen. Chanel dagegen bietet nahezu alle Düfte auch in der Parfüm-Variante an – zu teilweise stolzen Preisen: So kosten 900 Milliliter des Dufts Mademoiselle als „Parfum Les Grandes Extraits“ mal eben 6000 Euro. Allerdings ist diese Variante auch streng limitiert.

Chanel No. 5 gilt als erfolgreichster Damenduft aller Zeiten. Im Bild ein 50-ml-Fläschchen Eau de Parfum. Imago Images/FuturexImage

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Durchschnittlich fünf Jahre lang nutzen die Deutschen das gleiche Parfüm. Das hat eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Splendid Research ergeben. Knapp ein Viertel (23 Prozent) sind besonders wechselhaft: Sie wählen in Abständen von einem Jahr oder kürzer einen neuen Duft aus. Vier von zehn (42 Prozent) bleiben 2 bis 4 Jahre bei ihrem Produkt, ein Viertel (24 Prozent) 5 bis 10 Jahre und 7 Prozent sogar 10 bis 20 Jahre. 3 Prozent der Befragten gaben an, seit mehr als 20 Jahren einen Duft zu verwenden.

Allerdings ist die Nutzung von Parfüm, Eau de Toilette und Eau de Cologne im Alltag recht unterschiedlich: 71 Prozent verwenden einen künstlichen Duft regelmäßig, also mehrmals pro Woche bis täglich. 12 Prozent greifen wöchentlich oder mehrmals pro Monat zum Flakon und 9 Prozent seltener. Nur 8 Prozent nutzen nie Parfüm.

Durchschnittlich gaben Parfümträger knapp 40 Euro für das letzte selbst erworbene Produkt aus.