Beim Reifenwechsel sollten Autobesitzer die Felgen gründlich reinigen. Geht das auch mit Stoffen, die als Hausmittel dafür angepriesen werden, wie Essig, Cola oder Backofenspray? IMAGO / Panthermedia

Der Unterhalt eines Autos kann ins Geld gehen. Bei Wartung und Pflege zu sparen, klingt verlockend. Unter anderem kursieren viele angeblich gut geeignete Hausmitteltipps zur Reinigung von Felgen: Eingesetzt werden können demnach etwa Backofensprays, mit Wasser verdünnte Essigessenz oder auch Cola. Was ist davon zu halten?

Der ADAC ist skeptisch: Ja, oberflächliche Verschmutzungen ließen sich so zwar entfernen, doch hartnäckigen Schmutz löse man damit nicht. Das gelte vor allem für Bremsstaub. Aber nicht nur das: Wer zum Beispiel Essig in einer falschen Konzentration einsetzt, könne damit Alufelgen angreifen. Daher rät der ADAC zum Einsatz spezieller Reiniger für Alu- und Stahlfelgen. Bei den Mitteln sei penibel die Gebrauchsanweisung zu beachten, gerade in Bezug auf die Einwirkzeit.

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Wie oft sollte ich die Felgen am Auto reinigen?

Grundsätzlich ist eine regelmäßige und gründliche Pflege der Felgen am Auto sinnvoll: Je häufiger man reinigt, desto seltener werden auch schärfere Reiniger gebraucht. Mindestens zum halbjährlichen Räderwechsel ist ein gründlicher Putz angebracht, und zwar am besten bei den demontierten Felgen. Erstens erreicht man dabei problemlos auch die oft stark verschmutzen Innenseiten. Und zweitens kann kein Reinigungsmittel auf Bremsscheiben, -beläge und -zangen gelangen.

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Der ADAC rät zur gründlichen Vorreinigung etwa in der Waschanlage oder per Hochdruckreiniger. Dann sollte der Felgenreiniger auf den abgetrockneten Rädern zum Einsatz kommen. Die Arbeiten sollten auf einem dafür geeigneten Waschplatz stattfinden. Der Autoclub rät, dabei Einmalhandschuhe zu tragen, um die Haut zu schützen, und zwar auch dann, wenn man Waschhandschuhe anstelle einer Waschbürste nutzt.

Mit Zahnbürste und Pinsel die Felgen am Auto reinigen

Bei der Wahl der Utensilien gilt: Nichts verwenden, das schleifen oder kratzen kann. Sonst raut sich die Oberfläche der Felge auf oder man beschädigt sie. Anschließend könne sich Schmutz noch besser festsetzen, so der ADAC. Nachdem das Mittel aufgetragen wurde, sollte man immer in eine Richtung arbeiten und kreisende Bewegungen beim Wischen vermeiden. Schwer zugängliche Stellen zum Beispiel zwischen Speichen oder bei den Einbuchtungen der Schrauben lassen sich mit einem Pinsel oder einer Zahnbürste reinigen.

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Schließlich sollten Reste des Reinigers mit einem Tuch aus Mikrofaser oder Baumwolle sowie reichlich warmem Wasser weggespült werden. Nach dem Trocknen kann man auch eine spezielle Versiegelung auftragen, die das saubere Putzergebnis länger konserviert. Nicht unbedingt notwendig ist so eine Versiegelung nach ADAC-Angaben bei Stahlfelgen.