Salbei, Rosmarin, Zitronenmelisse (v. l. n. r.): Am besten verarbeitet man solche Kräuter möglichst frisch. Will man sie trocknen, kann man sie in Bünden aufhängen.
Salbei, Rosmarin, Zitronenmelisse (v. l. n. r.): Am besten verarbeitet man solche Kräuter möglichst frisch. Will man sie trocknen, kann man sie in Bünden aufhängen. dpa-tmn/Franziska Gabbert

Petersilie, Kresse, Dill & Co. – Kräuter sind mehr als ein Gewürz und ein schönes Topping auf einer Mahlzeit. Sie sind für sich genommen auch noch sehr gesund. Doch um den leckeren Geschmack auch nach der Erntezeit zu genießen, können Sie die Kräuter trocknen. Doch dabei gibt es einiges zu beachten.

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Gut zu wissen: Kräuter sind echte Mimosen, also hochempfindlich. Daher sollten sie nach dem Kauf oder der Ernte möglichst schnell verzehrt werden. „Damit sie noch einige Tage frisch bleiben, kann man Kräuter schneiden, sie in ein feuchtes Tuch wickeln und in den Kühlschrank legen“, sagt Daniela Krehl von der Verbraucherzentrale Bayern. Eine Alternative: Die Kräuter leicht befeuchtet in einen durchlöcherten Plastikbeutel ebenfalls im Kühlschrank lagern. „Zum Trocknen eignen sich allerdings längst nicht alle Kräuter“, so Krehl. Bei Kresse zum Beispiel funktioniert es nicht.

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Welche Kräuter eignen sich zum Trocknen?

Besonders beliebt und zum Trocknen geeignet sind mediterrane Kräuter wie Thymian und Oregano. Diese behalten ebenso wie Rosmarin und Salbei ihren intensiven Geschmack. Auch Minze und Kamille lassen sich konservieren und zum Beispiel mit heißem Wasser zu einem schmackhaften Tee aufgießen. Weitere geeignete Kräuter sind Majoran, Estragon, Lavendel, Bohnenkraut, Dill, Kümmel und Fenchel.

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Wer seine Kräuter aus dem Garten auch im Sommer noch genießen möchte, kann sie beispielsweise durch Trocknen haltbar machen.
Wer seine Kräuter aus dem Garten auch im Sommer noch genießen möchte, kann sie beispielsweise durch Trocknen haltbar machen. dpa-tmn/Franziska Gabbert

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Kräuter an der Luft trocknen

Wer das Grünkraut länger als ein paar Tage aufbewahren will, sollte es trocknen. So kann man Kräuterzweige bündelweise und kopfüber in kleinen Portionen wie an einer Wäscheleine aufhängen. Der Raum sollte möglichst trocken und gut durchlüftet sein und die Zimmertemperatur zwischen 20 und 25 Grad betragen. Die optimale Trocknungszeit liegt bei 48 Stunden, raten die Experten von Mein schöner Garten. Nach der Trocknungszeit sollten die Blätter der Kräuter brüchig sein. Nun können Sie sie von den Stängeln schieben und in einem dunklen, geschlossenen Behälter aufbewahren.

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Kräuter im Backofen trocknen

Sie sollten für die Trocknung der Kräuter eine niedrige Temperatur wählen. Am besten sind 30 Grad, jedoch nie mehr als 50 Grad, sonst verbrennen die Blätter. Legen Sie die Kräuter auf ein Backblech und geben es für ungefähr zwei Stunden in den Ofen. Sie sollten die Backofentür während dieser Zeit aber einen kleinen Spalt offen lassen.

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Kräuter in der Mikrowelle trocknen

Oregano, Thymian und Majoran können Sie auch in der Mikrowelle trocknen. Sie müssen sich keine Sorgen machen, dass das Aroma darunter leidet. Zuerst sollten Sie die Kräuter gründlich waschen und mit einem Küchenpapier trocken tupfen. Nun legen Sie die Kräuter bei einer geringen Watt-Einstellung für 30 Sekunden in die Mikrowelle. Dann sollten Sie die Kräuter kontrollieren. Wiederholen Sie diesen Vorgang so lange, bis die Kräuter richtig trocken sind. Meist hängt die Dauer von der Sorte und der Menge der Kräuter ab.

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Kräuter einfrieren

Beim Einfrieren die Kräuter vorher waschen und klein schneiden. Sie kommen mit ein paar Tropfen Wasser in Eiswürfelschalen und dann ins Gefrierfach. Die Kräuterwürfel werden dann nicht aufgetaut zu Eintöpfen oder Fleischgerichten hinzugefügt.