In manchen Wohnungen ist es im Sommer nur mit elektrischen Kühlanlagen erträglich. imago

So eine Dachgeschosswohnung ist ja nett. Schlecht gedämmt, kann sie aber zur Hitzehölle werden. Der Deutsche Mieterbund weist angesichts der gegenwärtig brüllenden Hitze darauf hin, dass sich ein Mieter wehren kann, wie bereits ein Beschluss des Berliner Verfassungsgerichtshofs von 2007 zeige.

Seinerzeit ging es um eine Wohnung, die sich im Sommer auf bis zu unerträgliche 46 Grad aufheizte und in der es im Sommer mindestens zehn, sogar bis zu 19 Grad wärmer war als draußen. Der Wellensittich der Mieter erlitt einen Hitzschlag ...

Zwar ist wegen der 2021 in Berlin herrschenden Wohnungsnot die damalige Erlaubnis der höchsten Berliner Richter, die Wohnung fristlos zu kündigen, heute nicht mehr besonders attraktiv,  eröffnet aber den Weg zu Schadenersatz:  Die Mieter hatten in ihrer neuen Bleibe ihre für die Dachgeschosswohnung erworbenen Möbel nicht mehr unterbringen können.

Mietminderung wegen Hitze

Etwas gemäßigter war es in einem Fall in Hamburg, wo es in der obersten Etage eines Hauses im Sommer auch nachts nie kühler als 25 Grad wurde. Das Amtsgericht befand, der Wärmeschutz sei unzureichend, der Mieter durfte die Miete für seine teure Neubauwohnung um 20 Prozent kürzen.

Laut Deutschem Mieterbund müssen Vermieter grundsätzlich für einen „den Regeln der Technik entsprechenden sommerlichen Wärmeschutz“ sorgen. Dafür könne er  beispielsweise Außenjalousien anbringen lassen. Leider kann die der Mieter nicht verlangen, denn wie der Hauseigentümer Sonnenschutz schafft, ist ihm überlassen. Wer selber Sonnenschutz wie beispielsweise eine Markise anbringen will, muss die Erlaubnis des Vermieters einholen.