Jetzt bei dem heißen Sommerwetter leider kein seltener Anblick: Maden wimmeln auf und in der Biotonne.
Jetzt bei dem heißen Sommerwetter leider kein seltener Anblick: Maden wimmeln auf und in der Biotonne. imago/shotshop

Nein, es ist wirklich kein appetitliches Thema, aber gerade jetzt in den heißen Sommertagen stellt sich doch bei manchem die Frage: Was tun gegen die kleinen weißen Würmchen im Biomüll? Denn Maden sind bei Hitze häufiger anzutreffen, wenn man die Biotonne oder den Biobeutel zur weiteren Befüllung mit Küchenabfall öffnet.

Biotonne und Biobeutel sind ein Paradies für die kleinen Maden. Sie sind die Larven von Stubenfliegen und Schmeißfliegen und sie mögen es dunkel, feucht und warm. Kein Wunder, dass sie sich gerade im Sommer dort ausbreiten. Und so wachsen und gedeihen sie – und öffnet man die Biotonne, kann es schon mal vor Würmchen wimmeln auf dem Abfall oder es schwirren einem die schon ausgewachsenen Fliegen entgegen.

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Genug mit den ekligen Einzelheiten! Sie wollen jetzt sicher nur noch wissen, wie man den Madenbefall in der Mülltonne vermeidet beziehungsweise die Maden im Müll loswird? Dann haben wir hier für Sie hilfreiche Tipps:

Wie kann man Maden im Müll vermeiden?

Ideal ist natürlich, die Made hat erst gar keine Chance, in den Müll zu gelangen. Fliegen sollten nicht nur von den Lebensmitteln, sondern eben auch vom Küchenabfall ferngehalten werden. Der Sammelbehälter für den Biomüll in der Küche sollte gut verschließbar sein und die Küchenabfälle sollte man im Sommer täglich in der Biotonne entsorgen.

Vor allem feuchte oder gar nasse Abfälle, also etwa von Obst wie Pfirsiche oder Melonen, sollte man in etwas Zeitungspapier einwickeln, sodass Fliegen nicht drankommen. Am besten ist, man wickelt den gesamten Biomüll in eine Lage Zeitungspapier, bevor er in die Tonne kommt. Das absorbiert Feuchtigkeit. Ob Fleischreste im Biomüll entsorgt werden können, ist in den Kommunen unterschiedlich geregelt. Rohes Fleisch sollte man aber im Sommer wegen der Madengefahr generell fest in Zeitungspapier packen und im Restmüll entsorgen.

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Vor allem feuchte Küchenabfälle, wie etwa die von Obst, in Zeitungspapier einwickeln, bevor sie in den Biomüll kommen.
Vor allem feuchte Küchenabfälle, wie etwa die von Obst, in Zeitungspapier einwickeln, bevor sie in den Biomüll kommen. imago

Auch die Biotonne sollte fliegensicher sein, das heißt, der Deckel sollte gut schließen. Schon ein kleiner offener Spalt reicht, und die Insekten gelangen hinein und können ihre Eier ablegen. In Fachgeschäften gibt es spezielle Dichtungen und Deckel gegen Maden.

Hilft Essigwasser oder Lavendel gegen Maden im Müll?

Gut ist auch, die Biotonne an einem schattigen, kühlen Ort aufzustellen. Und man kann sie besser trocken halten, wenn man sie mit ein paar Blatt Zeitungspapier auslegt. Auch Sägespäne einfüllen hilft oder trockener Rasenschnitt.

Einen Bogen fliegen Fliegen auch um die Tonne, wenn diese nach dem Leeren mit Essigwasser ausgewaschen wird. Einfach ein paar Esslöffel Essigessenz in einem Liter Wasser auflösen und die Tonne damit ausspritzen. Anschließend gut trocknen lassen.

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Wirksam ist übrigens auch Lavendel, den können Fliegen nicht ausstehen. Ein paar Lavendelzweige in die Tonne geben. Auch Teebaumöl soll hier sehr hilfreich sein. Einige Tropfen davon auf ein Tuch geben und in die Tonne hängen bzw. über die Öffnung legen und dann den Deckel drauf. Das Öl muss aber immer wieder aufs Tuch nachgetropft werden.

Außer mit Hausmitteln kann man den Maden auch mit speziellem Biotonnenpulver vorbeugen. Die gibt es zum Beispiel in Baumärkten.

Maden im Biomüll mit Hausmitteln loswerden

Bei aller Umsicht – nicht immer ist der Madenbefall zu verhindern. Wer die wimmelnden Würmchen vernichten will, hat mehrere Hausmittel zur Verfügung:

Besprühen mit Essigessenz: Ein Esslöffel Essigessenz oder mehrere Esslöffel Essig in einem Liter Wasser auflösen, in eine Sprühflasche füllen und die Maden damit besprühen. Oder die Würmer mit der Essigflüssigkeit beträufeln. Das lässt die Maden absterben.

Pfefferwasser: Dafür gibt man einen Esslöffel Pfeffer in einen Liter kochendes Wasser. Nach dem Abkühlen in eine Sprühflasche füllen und die Maden im Abfall damit besprühen.

Salz: Auch mit Salz kann man die Maden im Müll loswerden. Direkt auf die Würmchen gestreut, entzieht das Salz ihnen Feuchtigkeit und tötet sie ab. Doch wird davon abgeraten, weil Kochsalz den aus Biomüll entstehenden Kompost belastet.