Das Fensterblatt (Monstera deliciosa) ist eine der beliebtesten grünen Zimmerpflanzen. Imago/agefotostock

Lange waren Gummibaum und Co. eher out, doch nun sind üppige Zimmerpflanzen wieder angesagt. Das Wohnzimmer der Trendsetter darf gerne an Dschungel erinnern, großblättrige Pflanzen – vor allem mit exotischem Look – finden immer mehr Fans.

Zu den beliebtesten grünen Mitbewohnern gehört das Fensterblatt (Monstera), das seinen Namen den durchbrochenen oder geschlitzten großen Blättern verdankt. Sieht stylish aus und macht Eindruck. Beeindruckend sind auch die Luftwurzeln, die die Monstera bilden kann. Die gefallen jedoch nicht allen. Empfindlich ist die Pflanze nicht, dennoch gibt es bei der Pflege ein paar Dinge zu beachten.

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Die Monstera stammt aus den südamerikanischen Tropen, dort windet sie sich wie eine Liane an Baumstämmen hinauf. Halt geben ihr dabei auch ihre langen Luftwurzeln. Als Zimmerpflanze hierzulande ist vor allem die Monstera deliciosa verbreitet. Sie kann bis zu drei Meter hoch werden.

Wo fühlt sich das Fensterblatt am wohlsten?

Die Monstera hat es gerne hell und warm, wobei man ihr direkte Sonnenstrahlen ersparen sollte. Auch Zugluft mag das Fensterblatt nicht. Temperaturschwankungen stören die Pflanze dagegen weniger. Im Winter sind ihr 12 bis 25 Grad angenehm. Generell ist eine hohe Luftfeuchtigkeit ideal.

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Wie oft soll man die Monstera gießen?

Die Monstera ist die ideale Pflanze für alle, die das Gießen öfter mal vergessen. Denn Trockenheit verträgt sie besser als zu viel Wasser. Staunässe unbedingt vermeiden. Zu viel Wasser lässt sich daran erkennen, dass sich die Blattränder schwarz verfärben. Gießen sollte man grundsätzlich mit kalkfreiem, zimmerwarmem Wasser. Und von November bis März weniger gießen. Die Blätter öfter mal mit einem feuchten, weichen Tuch abwischen, auch das mit kalkfreiem Wasser.

Sie können Ihre Monstera hin und wieder mit zimmerwarmem Regenwasser oder destilliertem Wasser einsprühen. Imago/Westend61

Was ist mit Düngen?

Die Monstera benötigt Eisen und Kalium für gesunde und kräftig grüne Blätter. Von April bis August kann dafür jede Woche gedüngt werden. Zum Beispiel mit einem flüssigen Grünpflanzendünger an, der ins Gießwasser gegeben wird. Von November bis Februar wird nur alle vier Wochen gedüngt.

Wie oft soll man das Fensterblatt umtopfen?

Ist die Pflanze noch jung, wird sie schnell größer und dann ist jährliches Umtopfen angesagt. Später reicht es alle zwei bis drei Jahre. Der beste Zeitpunkt dafür ist das Frühjahr, zu Beginn der Wachstumsperiode. Gönnen Sie der Monstera gut Platz im Kübel, mit mittelschwerer und nahrhafter Erde. Zwischen den Umtopf-Jahren einfach im Frühjahr die obere Schicht der Erde gegen frisches Substrat austauschen.

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Darf man die Luftwurzeln der Monstera abschneiden?

Die Monstera kann bis zu mehrere Meter lange Luftwurzeln bilden. In ihrer ursprünglichen Heimat hilft ihr das, an Bäumen hochzuwachsen und sich dennoch zu ernähren. Denn die Luftwurzel kann auch aus kleinsten Humusablagerungen in Astgabeln Nahrung ziehen. Trifft eine Luftwurzel auf feuchte Humuserde, bildet sie Erdwurzeln.

Nun gefallen die Luftwurzeln aber nicht allen, die das Fensterblatt in ihrem Wohnzimmer stehen haben.  Trotzdem sollte man diese Wurzeln nicht abschneiden, sonst verliert die Pflanze an Kraft. Achten Sie also auch darauf, dass Sie die Luftwurzeln bei der Pflege nicht verletzen.

Sehr lange Luftwurzeln kann man in die Topferde umleiten, dort wurzeln sie dann ein. Wenn Sie die Luftwurzeln aber so gar nicht mögen,  können Sie einzelne abschneiden. Vorsichtig direkt am Ansatz mit einem scharfen, desinfizierten Messer.

Tipp: Die Luftwurzeln sind eine gute Sache für die Urlaubszeit. Wenn Sie längere Zeit nicht zum Gießen kommen, einfach die langen Wurzeln in ein Gefäß mit Wasser hängen.

Gelbe oder nicht durchbrochene Blätter bei der Monstera – was tun?

Eigentlich ist die Monstera eine robuste Pflanze, bei der man nicht viel falsch machen kann. Verfärben sich die Blätter gelb, ist das ein Hinweis darauf, dass die Wurzelballen zu nass sind. Wenn die Blätter sich nicht spalten, also ihre typischen Durchbrüche nicht entwickeln, steht die Pflanze vermutlich zu dunkel.  Hat sie viel Licht, bilden die Blätter mehr Öffnungen. Es kann aber auch am Nährstoffmangel liegen.