Wer sich am Silvesterabend die Zeit vertreiben will, kann zu einem Brettspiel greifen. Marius Becker/dpa/dpa-tmn

Nur noch wenige Stunden, dann rutscht die ganze Welt ins neue Jahr – und überall wird die Silvesternacht gefeiert. Aber wie? Nur Essen, Fernsehen und Luftschlangen durch die Gegend pusten sind bei vielen eher nicht die erste Wahl – und Partys fallen flach. Was tun? Es gibt jede Menge Brettspiele, die den Abend im kleinen Kreis zu etwas ganz Besonderem machen können.

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Es muss dabei nicht immer „Mensch ärgere dich nicht“ sein: Heute ist es sogar am Wohnzimmertisch möglich, mit Spielen echte Erlebnisse zu schaffen – vor allem Games, die Rätsel und Abenteuer bieten, liegen dabei im Trend. Hier kommen sieben Tipps für die Party – bevor die Geschäfte schließen.

„Das Feuer in Adlerstein“: Krimi-Abenteuer für Hobby-Ermittler

Die Deutschen lieben Krimis – auch deshalb boomen Spiele wie „Das Feuer in Adlerstein“ (iDventure, 19,99 Euro). Die Idee: Jemand wurde ermordet – und der Spieler bekommt die Polizeiakte mit allen Beweisen. Schriftstücke, Fotos, Aufzeichnungen: Alles muss analysiert, Verbindungen müssen geknüpft, Verdächtige gefunden und ausgeschlossen werden. Gelingt es, am Ende den Mörder zu überführen? Den Krimi-Spaß gibt es inzwischen von verschiedenen Herstellern (u.a. „Der Fall Klein Borstelheim“ von Hidden Games, 23,90 Euro, „Der Tote im Weinkeller“ von Kosmos, 24,99 Euro).

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„Micro Macro Crime City“: Wimmelbild-Spiel für Adleraugen

Es ist eine der überraschendsten Spielideen der letzten Zeit – und wurde als „Spiel des Jahres“ ausgezeichnet. Das Prinzip von „Micro Macro“: Dem Spiel liegt ein riesengroßer Stadtplan der fiktiven Stadt „Crime City“ bei, der auf dem Tisch ausgebreitet wird. Auf diesem sind die Bewohner der Stadt zu sehen, die sich durch die Straßen bewegen, dazu Tausende Details. Die Spieler müssen 16 Kriminalfälle lösen, indem sie die Karte Stück für Stück untersuchen und die winzigen Figuren bei ihrem Weg durch die Stadt verfolgen. Das Spiel (Pegasus, rund 25 Euro) ist ein Heidenspaß für Adleraugen!

„The Mind“: Gedanken-Experiment der besonderen Art

Die Idee von „The Mind“ (NSV, ab 6 Euro) hört sich schräg an, bietet aber ein unvergessliches Experiment für Jung und Alt. Dem Spiel liegen Karten mit Zahlen von 1 bis 100 bei. Nun müssen die Spieler die Karten in aufsteigender Reihenfolge ablegen. Wer glaubt, die niedrigste Karte zu haben, beginnt. Wer dann meint, dass er die nächsthöhere Zahl auf der Hand hat, legt diese drauf. So geht es weiter, bis alle Karten abgelegt sind. Der Clou: Die Spieler dürfen kein Wort sprechen, müssen also versuchen, sich nonverbal darauf zu einigen, wer als nächstes an der Reihe ist. Interessant!

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„Echoes“: Ein Abenteuer für die Ohren

„Echoes“ von Ravensburger gibt es in verschiedenen Varianten. Jede Ausgabe erzählt eine Geschichte und besteht aus Karten, auf denen Gegenstände abgebildet sind. Diese Karten können mit einer App eingescannt werden. Dort ist für jede Karte ein „Echo“ hinterlegt – ein Tondokument, das Informationen zum jeweiligen Gegenstand enthält. Nach und nach müssen die Spieler allen „Echos“ lauschen und diese zu einer Geschichte zusammensetzen, um das Geheimnis des Spiels zu ergründen. Das spannende Hörspiel zum Eingreifen gibt’s für 9,99 Euro.

„Mensch ärgere dich nicht“ ist ein echter Klassiker - aber die Spiele-Regale haben heutzutage mehr zu vieten. imago

„Escape Puzzle“: Ein Legespiel mit Überraschungseffekt

Seit Jahren boomen sogenannte „Escape Rooms“ – Abenteuer-Spiele, bei denen es darum geht, Rätsel zu lösen und aus einem verschlossenen Raum zu entkommen. Ravensburger vertreibt eine Variante für Fans von Puzzles. Dabei wird ein Legespiel (gibt’s u.a. mit 759 und 386 Teilen) zusammengesetzt – und im fertigen Motiv sind dann Rätsel versteckt, die es zu lösen gilt. Wer also durchhält und das Motiv vollendet, wird mit Rätselspaß belohnt. Die Themen reichen von der Spielzeugfabrik für Kinder bis zum schweren „Drachenschloss“ für Erwachsene. Preis: je rund 15 - 20 Euro.

„Adventures Games“: Gemeinsam ferne Welten erkunden

Am PC gibt es „Point-and-Click-Adventures“ – Abenteuerspiele, bei denen es darum geht, Gegenstände zu sammeln und miteinander zu kombinieren, um weiterzukommen. Die Reihe „Adventure Games“ (je ca. 10 – 15 Euro) von Kosmos bringt die Idee auf den Couchtisch. Das Prinzip: Die Spieler bewegen sie sich über Karten, auf denen Räume abgebildet sind. Sie erkunden Details, sammeln Gegenstände, treffen Entscheidungen – und erfüllen am Ende die jeweilige Mission. In „Grand Hotel Abbadon“ wird etwa ein Spuk-Hotel zum geheimnisvollen Schauplatz.

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„SenSense“: Smartphone-Spiel für Experimentierfreudige

Wer es versäumt, ein Spiel zu kaufen, der kann auch mit dem Handy einen tollen Nachmittag erleben. Etwa mit dem Rätsel-Spiel „SenSense“ (rund 3 Euro, Sprache: Englisch). Die App für drei Spieler enthält Rätsel, die kooperativ gelöst werden müssen. Dafür erhält jeder Spieler auf seinem eigenen Gerät einen anderen Hinweis. Der Clou: Einer der Spieler hat verbundene Augen, einer darf nichts hören und einer nicht sprechen. Ziel ist es, trotz dieser Einschränkungen irgendwie zu kommunizieren, um das Rätsel zu lösen. Das Spiel offenbart dabei völlig neue Wege, sich auszutauschen – auch ohne Sinne.

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